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Auto Hell Dunkel
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Nach 347 Jahren ist Schluss: Das Eichbaum ist Geschichte. Aber
die Brauerei ist nicht an einer schwachen Marke gestorben — sie
ist an ihrer eigenen Größe gestorben. Über Exportzahlen,
wohlfeile Solidaritätsrhetorik und die Frage, ob die Marke eine
zweite Chance verdient hat.

______________

Lange Version:

Am 13. Juli 2026 wurde der Betrieb der Privatbrauerei Eichbaum
endgültig eingestellt. Rund 240 Menschen verlieren ihren Job,
Mannheims ältestes Unternehmen wird abgewickelt.

In den Tagen danach lief das übliche Programm: Betroffenheit,
Empörung, Managementschelte, Solidaritätsbekundungen. Alles
verständlich. Alles wirkungslos.

In dieser Solofolge nehme ich mir die Zahlen vor, über die kaum
jemand spricht — und die fast alles erklären. Zuletzt war
Eichbaum der drittgrößte Bierexporteur Deutschlands. Rund zwei
Drittel des Mannheimer Bieres wurden nie in Mannheim getrunken.
Damit war Eichbaum, nüchtern betrachtet, ein Exportunternehmen
mit angeschlossenem Heimatmarkt. Nicht andersherum. Und wer so
gebaut ist, hat bei einer Exportschwäche keinen Heimatmarkt, der
das auffangen könnte.

Ein Muster, das wir aus der deutschen Autoindustrie kennen: Opfer
des eigenen Erfolges, nicht Opfer eines Versagens.

Außerdem: Warum ich die Solidaritätsrhetorik aus dem Gemeinderat
für heuchlerisch halte — und warum Solidarität sehr lange eine
Kaufentscheidung ist, bevor sie eine Pressemitteilung wird.

Und zum Schluss der Blick nach vorn: Kann jemand die Marke
Eichbaum aus der Insolvenzmasse kaufen und als kleinere, rein
lokale Brauerei weiterführen? Die Markenstärke wäre da. Zwei
Fragen sind offen — und ohne deren Antwort sind Hopfen und Malz
verloren.
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„#014 - Eichbaum: Zu groß für Mannheim. Warum“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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