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Frau fürs Leben finden
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Beschreibung
vor 2 Tagen
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In dieser Folge gehe ich auf eine interessante Studie ein, die
Männern Aufschluss darüber geben kann, was die wahren Gründe
dafür sein können, warum sie keine Partnerin finden.
Quelle: Apostolou, M., & Michaelidou, E. (2024). Why people
face difficulties in attracting mates: An investigation of 17
probable predictors of involuntary singlehood. Personality and
Individual Differences, 216, 112422
Kleine wissenschaftliche Anmerkung zur im Video besprochenen
Studie: Wie bei jeder einzelnen Studie gilt natürlich auch hier:
Die Ergebnisse sollte man nicht als absolute Wahrheit verstehen,
sondern immer im Gesamtkontext betrachten. Zwar ist die
Stichprobe mit über 1.400 Teilnehmern solide, grundsätzlich wären
größere Stichproben aber natürlich immer wünschenswert.
Dazu kommt, dass sich die untersuchte Population ausschließlich
auf Griechenland und Zypern beschränkt, wodurch sich die
Ergebnisse nicht automatisch auf alle kulturellen Kontexte
übertragen lassen.
Wichtig ist außerdem der Punkt, dass es sich hierbei um eine
korrelative Untersuchung handelt. Bedeutet: Die Studie zeigt
Zusammenhänge, kann aber keine eindeutigen
Ursache-Wirkungs-Beziehungen beweisen.
Gerade beim Thema Aussehen und Status ist mir außerdem eine
wichtige Differenzierung wichtig. Im Video wird erklärt, dass
diese Faktoren in dieser Studie keinen direkten signifikanten
Einfluss darauf hatten, ob Personen unfreiwillig Single waren.
Das bedeutet aber nicht, dass Aussehen oder Status generell keine
Rolle im Dating spielen. Beides spielt nach allem, was wir aus
Forschung und Praxis wissen, durchaus eine wichtige Rolle.
In diesem konkreten Studienmodell zeigte sich lediglich, dass
diese Faktoren eher indirekt — zum Beispiel über den selbst
wahrgenommenen eigenen Wert als potenzieller Partner — Einfluss
genommen haben. Dass hier kein direkter Effekt gefunden wurde,
kann deshalb auch mit dem spezifischen Aufbau des
Untersuchungsmodells zusammenhängen.
Als letzte Notiz möchte ich auch meinen eigenen möglichen Bias
transparent machen: Ich arbeite selbst als Dating-Coach und
begleite Männer dabei, erfolgreicher im Dating zu werden.
Ein großer Teil meiner Arbeit fokussiert sich genau auf Themen
wie Selbstwert, Flirtfähigkeiten, proaktives Verhalten im Dating
(Mating Effort), soziale Kompetenz und den besseren Umgang mit
Unsicherheit oder emotionaler Reaktivität. Genau deshalb decken
sich die Ergebnisse dieser Studie stark mit vielen Beobachtungen
aus meiner praktischen Arbeit.
Gleichzeitig führt das natürlich auch dazu, dass ich Studien wie
diese eher interessant finde und eher dazu neige, sie in meiner
Auswahl wissenschaftlicher Inhalte aufzugreifen.
Kurz gesagt: Ich halte die Studie für sehr spannend und in vielen
Punkten für plausibel — aber wie immer sollte man einzelne
Studien nie isoliert betrachten, sondern als einen Baustein
innerhalb eines größeren wissenschaftlichen Gesamtbildes.
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