Meine Dame, deine Dame

Meine Dame, deine Dame

vor 1 Woche
53 Minuten
0
0 0

Beschreibung

vor 1 Woche

Heute mit leichter Urlaubsverzögerung.


Jakob ist zurück aus Kolumbien - und natürlich hat er dort Schach
gespielt. In dieser Folge geht es um Straßenschach unter Palmen,
außerdem um die Frage, wann man eine Partie eigentlich aufgeben
sollte, um kluge Bauernzüge gegen frühe Angriffe, ums Tauschen
(oder Nicht-Tauschen) von Figuren - und ganz am Ende um eine
Eröffnung, in der die gegnerische Dame gnadenlos gejagt wird.


Kaffeehausschach in Kolumbien
Jakob berichtet von den Schachplätzen in kolumbianischen Städten,
auf denen von morgens bis Sonnenuntergang geblitzt wird -
lautstark, kommentiert von den Umstehenden und mit einer ganz
anderen Spielkultur als hierzulande. Turniermäßig weitergebracht
hat ihn das nicht unbedingt, aber einen ordentlichen
Motivationsschub gab es trotzdem.


Frühzeitig aufgeben - unhöflich oder
verständlich?
Julia ärgert sich über Gegner, die in aussichtslosen
Online-Partien einfach das Spiel verlassen, statt es zu Ende zu
spielen. Jakob ordnet ein, warum das passiert und warum sich auch
aus einer eigentlich verlorenen Stellung manchmal noch Gegenspiel
entwickeln lässt.


Gegen frühe Bauernangriffe (d4-Systeme)
Ein zentraler Theorie-Block: Wie reagiert man, wenn der Gegner
nach d4 mit e3, c3 und b4 auf dem Damenflügel vorstößt? Jakob
erklärt, warum ein einfacher Zug wie a6 solche Angriffe im Keim
ersticken kann und warum der Springer in solchen Stellungen
besser nicht auf c3/c6 landet.


Tauschen oder nicht tauschen?
Grundsatzfrage: Wann lohnt sich ein Figurentausch wirklich?
Jakobs Faustregel: nur tauschen, wenn man danach nachweislich
besser steht - sei es durch Materialgewinn, Raumvorteil oder weil
man einen gefährlichen Angreifer des Gegners loswird.


Kein Angriffsplan? Die schlechteste Figur
suchen
Was tun, wenn alle eigenen Figuren entwickelt sind und trotzdem
kein Angriff in Sicht ist? Jakobs Tipp: die eigenen Figuren
einzeln durchgehen und fragen, welche davon am wenigsten tut –
und wie man sie aktiver postieren kann.


Damentausch, Endspiele und die Remis-Frage
Wann ist es sinnvoll, die Damen vom Brett zu nehmen und wann
sollte man sie im Gegenteil möglichst lange halten? Außerdem: der
Unterschied zwischen "einfach nur verteidigen" und bewusst auf
Remis spielen, wenn die Stellung schlechter steht.


Partien mitschreiben und Visualisierung
Ein Plädoyer fürs Notieren eigener Partien, auch in entspannten
Hauspartien, als Übung fürs spätere Turnierschach und als Basis
für Visualisierungstraining.


Die skandinavische Verteidigung: die Dame als
Jagdobjekt
Zum Abschluss eine konkrete Eröffnungsanalyse anhand von Julias
eigenen Partien: 1. e4 d5 2. exd5 Dxd5 3. Sc3 - und wie Weiß die
vorschnell herausgekommene schwarze Dame nutzt, um mit
Tempogewinn die eigene Entwicklung voranzutreiben.





Außerdem in dieser Folge


Ein Hinweis auf ein offenes, kostenloses
Schachtraining für Frauen - mittwochs um 18:30 Uhr
bei Rotation Berlin in Berlin-Mitte, auch für
Nicht-Vereinsmitglieder. (https://www.rotation-berlin-schach.de/training/frauen)






Für alle, die mitspielen wollen



Eröffnungsidee: Gegen d4-Systeme mit
frühem b4-Vorstoß hilft oft ein einfacher a6-Zug.


Faustregel Figurentausch: Nur tauschen,
wenn danach ein konkreter Vorteil erkennbar ist.


Skandinavische Verteidigung (1. e4
d5): Nach 2. exd5 Dxd5 3. Sc3 die gegnerische
Dame weiter jagen und dabei eigene Figuren entwickeln.






Wir hören uns in zwei Wochen wieder.



Weitere Episoden

Raumvorteil
49 Minuten
vor 1 Monat
Das Zentrum besetzen
50 Minuten
vor 1 Monat
Alles Taktik!?
47 Minuten
vor 2 Monaten
Der erste Zug
53 Minuten
vor 2 Monaten
15
15
Episode teilen
Meine Dame, deine Dame
Meine Dame, deine Dame

Close