Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Jahr
In diesem Kommentar gehe ich näher auf die ideologischen
Grundlagen der aktuellen US-Regierung unter J. D. Vance ein und
analysiere die Verbindung zwischen Postliberalismus und Religion
als Fundament des Politischen.
Der Kommentar zeigt, wie die außenpolitische Wende der USA, die
auf der Münchner Sicherheitskonferenz deutlich wurde, eine
tiefere ideologische Basis hat. Die bedingungslose Loyalität
gegenüber Donald Trump, der als Heilsbringer stilisiert wird, ist
dabei nur ein Ausdruck eines grundlegenden Wandels: Die neue
Regierung verfolgt eine postliberale Agenda, die den klassischen
Liberalismus als gescheitert ansieht und durch eine auf
religiösen Werten basierende Ordnung ersetzen will.
Besonderes Augenmerk liegt auf J. D. Vance, dessen politische
Wende mit seiner Konversion zum Katholizismus im Jahr 2019
begann. Er steht in engem Austausch mit postliberalen Denkern wie
Patrick Deneen und Adrian Vermeule, die den Liberalismus als
Ursache gesellschaftlicher Missstände sehen und eine Neuordnung
entlang christlicher Werte fordern. Diese Ideologie prägt nun die
US-Politik: gezielte institutionelle Umgestaltung, Ablehnung
supranationaler Organisationen und eine verstärkte Rolle des
Staates als moralische Autorität.
Mit Vance als Vizepräsidenten sind diese Ideen im Machtzentrum
Washington angekommen. Sie führen zu einer neuen Form der
postliberalen Demokratie, die ich als populistische Demokratie
bezeichne. Mehr dazu im nächsten Beitrag.
Weitere Episoden
14 Minuten
vor 2 Tagen
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.