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Beschreibung
vor 9 Monaten
In der neunten und letzten Episode der Reihe "Die Krise der
liberalen Demokratie" berichte ich über den indischenEssayisten
und Schriftsteller Pankaj Mishra. Mishra zeigt, dass die Krise
der liberalen Demokratie tief in ihren eigenen Widersprüchen
verwurzelt ist. Die westliche Moderne propagierte Freiheit und
Fortschritt, doch oft geschah dies auf Kosten nicht-westlicher
Gesellschaften. Mishra argumentiert, dass diese Widersprüche
heute auf den Westen selbst zurückschlagen: Das Versprechen
individueller Freiheit und Wohlstandssteigerung hat vielerorts zu
Entfremdung, sozialerUngleichheit und politischer Instabilität
geführt. Besonders kritisch betrachtet er die Rolle des
Liberalismus in der Globalisierung. Statt eine gerechtere Welt zu
schaffen, hater oft nur bestehende Machtverhältnisse verstärkt.
Dies erklärt laut Mishra auch den Aufstieg des Populismus –
sowohl in westlichen Demokratien als auch in Ländern wie Indien.
Der moderne Liberalismus, so seine These, hat es versäumt,soziale
Gerechtigkeit mit seinen Freiheitsversprechen zu verbinden und
verliert dadurch zunehmend seine Legitimation.
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