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Beschreibung
vor 9 Monaten
In der achten Episode der Serie Die Krise der liberalen
Demokratie spreche ich über Ivan Krastev.
Der bulgarische Politikwissenschaftler analysiert die wachsende
Entfremdung zwischen Bürgern und politischen Eliten in Europa. Er
zeigt, wie Osteuropa nach 1989 das westliche Modell übernahm,
doch statt Stabilität eine neue Welle des Populismus erlebte.
In Europadämmerung beschreibt er das Spannungsfeld
zwischen Globalisierung und nationaler Souveränität als zentrales
Dilemma der EU: Während wirtschaftliche Integration zunahm,
fühlten sich viele Bürger entmachtet.
Krastev erklärt, warum Populismus nicht nur als Bedrohung,
sondern auch als Symptom demokratischer Defizite gesehen werden
muss. Gleichzeitig betont er, dass die Welt sich von einer
bipolaren Ordnung zu einer multipolaren entwickelt hat, in der
Staaten zunehmend ihre Identität in den Vordergrund rücken.
Seine Analysen sind eine ernüchternde Bestandsaufnahme der Krise
der liberalen Demokratie.
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