2. Die Krise der liberalen Demokratie: Carl Schmitt

2. Die Krise der liberalen Demokratie: Carl Schmitt

vor 9 Monaten
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Beschreibung

vor 9 Monaten

In dieser zweiten Episode der Serie „Die Krise der liberalen
Demokratie“ wenden wir uns einem Denker zu, der wie kaum ein
anderer die Schwächen des Liberalismus seziert hat – Carl
Schmitt. Seine Kritik basiert auf der Annahme, dass der
Liberalismus die politische Einheit schwächt, weil er Konflikte
vor allem durch rechtliche Normen und Konsensmechanismen zu lösen
versucht. Für Schmitt aber ist das „Politische“untrennbar mit der
Unterscheidung zwischen „Freund“ und „Feind“ verbunden – eine
klare Abgrenzung, die er für unverzichtbar hält, um die
Stabilität eines Staates zu sichern. Der Liberalismus, so seine
Diagnose, vermeidet dieseUnterscheidung und riskiert damit in
Krisenzeiten Handlungsunfähigkeit.


Diese Episode beleuchtet, wie Schmitts Erfahrungen in der
Weimarer Republik sein Denken prägten – insbesondere seine
Forderung nach einer starken souveränen Macht, die
imAusnahmezustand entschlossen handeln kann. Auch wenn seine
Antworten autoritär ausfallen, bleibt seine Analyse der Schwächen
liberaler Ordnungen hochaktuell, gerade angesichts der
Fragmentierung politischer Systeme und des Aufstiegs
populistischer Bewegungen.
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