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vor 9 Monaten
Der Iran steht an einem Wendepunkt. Ayatollah Khameneis
Herrschaft geht zu Ende, und mit ihr wankt das theokratische
System, das das Land seit 1979 geprägt hat. In einem
Essay „The Autumn of the Ayatollahs“ beschreibt der
Analyst Karim Sadjadpour den nahenden Machtwechsel als
Beginn einer historischen Zäsur: Die Islamische Republik ist
erschöpft, ihre Ideologie entleert, ihre Gesellschaft müde. Fünf
mögliche Zukunftsszenarien reichen von militärischer Diktatur bis
zu populistischem Autoritarismus – doch eines bleibt klar: Der
wahre Wunsch der Iraner richtet sich nicht nach Revolution,
sondern nach Normalität – zendegi-e normal, einem Leben ohne
Angst, Kontrolle und Mangel.
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