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Beschreibung
vor 9 Monaten
Der erste Hintergrund führt in die theoretischen
Grundlagen des Populismus ein und zeigt, dass er kein fest
umrissenes politisches Programm ist, sondern ein Spiegel der
Spannungen, die jede Demokratie durchziehen – zwischen
Repräsentation und Teilhabe, Vernunft und Emotion, Elite und
Bürgerschaft. Der Historiker Richard Hofstadter deutete
Populismus als psychologische Reaktion auf gesellschaftliche
Verunsicherung, der Philosoph Ernesto Laclau als demokratische
Energie der Ausgeschlossenen, der Politikwissenschaftler Cas
Mudde als „dünne Ideologie“ des Gegensatzes zwischen Volk und
Elite, und der Kulturtheoretiker Stuart Hall als kulturellen
Kampf um Deutungshoheit und Werte. Gemeinsam zeigen sie:
Populismus ist kein bloßer Störfaktor, sondern ein Prüfstein für
den Zustand der Demokratie – ein Ausdruck ihrer Krisen, aber auch
ihrer Lebendigkeit. Diese Erkenntnis führt im nächsten Beitrag in
die Vereinigten Staaten, wo Populismus – besonders seit Donald
Trump – zu einer prägenden politischen und intellektuellen Kraft
geworden ist.
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