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Beschreibung
vor 9 Monaten
Der zweite Hintergrund untersucht die intellektuellen
Hintergründe des amerikanischen Populismus, der unter Donald
Trump zur prägenden politischen Kraft wurde. Jonah Goldberg
versteht Populismus als Reaktion auf einen moralisierenden
Liberalismus, der den Menschen vorschreibt, wie sie zu leben und
zu denken haben. In seinen Büchern „Liberal Fascism“ und „Suicide
of the West“ beschreibt er, wie sich ein freiheitlicher
Liberalismus in ein System kultureller Bevormundung verwandelt
hat – und Populismus als Aufstand dagegen entsteht. Für ihn ist
dieser Aufstand jedoch kein Heilmittel, sondern ein Symptom
gesellschaftlichen Verfalls. Curtis Yarvin, Vordenker der
neoreaktionären Bewegung, geht noch weiter: Er hält die
Demokratie selbst für gescheitert und entwirft die Vision eines
technokratisch geführten „CEO-Staates“. Charles Derber
schließlich sieht im Populismus eine soziale Energie, die
Demokratie erneuern kann, wenn sie Solidarität und Gerechtigkeit
in den Mittelpunkt stellt. Zusammen zeigen diese Positionen:
Populismus ist in den USA weniger eine einheitliche Bewegung als
ein intellektuelles Labor, in dem über Freiheit, Ordnung und
Zugehörigkeit neu nachgedacht wird.
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