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vor 8 Monaten
John Mearsheimer, führender Vertreter des offensiven Realismus,
warnte im Europäischen Parlament vor einer „düsteren Zukunft
Europas“. Seine zentrale These: Der Ukrainekrieg sei kein
Ausdruck russischer Expansion, sondern das Ergebnis westlicher
Strategie, die Ukraine in NATO und EU zu ziehen – entgegen klaren
russischen Warnungen. Europa habe damit einen Präventivkrieg
provoziert, den es weder militärisch noch politisch kontrollieren
kann. Während Russland demografisch und industriell im Vorteil
sei, gerate die Ukraine in einen aussichtslosen Abnutzungskrieg.
Gleichzeitig ziehe sich die USA strategisch nach Asien zurück,
was Europa ohne amerikanischen „Pazifizierer“
sicherheitspolitisch verletzlich mache. Mearsheimer spricht von
einer vermeidbaren Krise, die Europa nun mit einer geschwächten
NATO, wachsender Instabilität und einer zerstörten Ukraine
bezahlen müsse.
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