Kommentar: Die Rückkehr der Monroe-Doktrin: Trumps gefährliches Spiel mit Venezuela

Kommentar: Die Rückkehr der Monroe-Doktrin: Trumps gefährliches Spiel mit Venezuela

vor 7 Monaten
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Beschreibung

vor 7 Monaten

Die erneuten Spannungen zwischen den USA und Venezuela zeigen,
wie stark Donald Trump an die alte Monroe-Doktrin von 1823
anknüpft. Was einst als Schutz vor europäischer Einflussnahme
gedacht war, wurde später zum Instrument amerikanischer
Interventionen in Lateinamerika – und schien nach dem Kalten
Krieg überwunden. Doch der massive US-Militäraufbau in der
Karibik und über zwanzig tödliche Schläge gegen angebliche
Drogentransporter deuten auf eine Rückkehr dieser Logik hin.
Offiziell geht es um Kartelle, doch der Fokus auf Venezuela,
widersprüchliche Aussagen Trumps und die Begnadigung eines
verurteilten honduranischen Drogenpolitikers untergraben diese
Begründung. Während Venezuela von „kolonialer Aggression“ spricht
und die USA fehlende Transparenz kritisieren, wächst
parteiübergreifend die Sorge über mögliche Rechtsverstöße und
versteckte geopolitische Ziele. Der Verdacht liegt nahe, dass
Trump Amerikas Einfluss in der Region neu behaupten will – und
damit eine gefährliche Tradition wiederbelebt, die in
Lateinamerika tiefe Wunden hinterlassen hat.
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