Beitrag: Finnlands Minitserpräsident Alexander Stubb und die globale Zeitenwende: Wertebasierter Realismus als Ausweg

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vor 7 Monaten
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Beschreibung

vor 7 Monaten

In der Ausgabe von Foreign Affairs vom 2. Dezember
entwirft Finnlands Ministerpräsident Alexander Stubb das Bild
einer Welt an der Kippe: Die liberale Nachkriegsordnung erodiert,
Kriege und Machtverschiebungen nehmen zu, und zwischen globalem
Westen, Osten und Süden entsteht ein neues geopolitisches
Dreieck, in dem der globale Süden zur entscheidenden Kraft wird.
Stubb argumentiert, dass der Westen seine letzte Chance nur dann
nutzt, wenn er bereit ist, Macht zu teilen, internationale
Institutionen zu reformieren und von moralischer Belehrung auf
echte Partnerschaft umzuschalten. Sein Konzept eines
„wertebasierten Realismus“ verbindet die Verteidigung von
Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit mit einem nüchternen
Blick auf Interessen, historische Erfahrungen und
unterschiedliche politische Ordnungen. Im Zentrum steht die
Frage: Entscheidet sich die Welt für eine neue, kooperative
Ordnung nach dem Vorbild von Helsinki – oder treibt sie in eine
machtpolitische Logik à la Yalta zurück?
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