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Beschreibung
vor 7 Monaten
Die Gegenwart wird als Übergangsphase beschrieben, in der
vertraute gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten ihre
Stabilität verlieren. Zwischen einer Marktgesellschaft, die alles
ökonomisch deutet, und einer zunehmend moralisch und identitär
aufgeladenen Gegenwart entsteht ein Zustand grundlegender
Verunsicherung. Freiheit, Gerechtigkeit und Zusammenhalt
verlieren ihre klaren Bedeutungen, während moralische Empörung
zunimmt und gemeinsame Orientierung schwindet. Diese Lage
markiert keinen bloßen Niedergang, sondern eine
Transformationsphase der Moderne selbst: Ihre zentralen
Versprechen geraten unter Druck, ohne dass bereits neue,
tragfähige Sinn- und Ordnungsmodelle sichtbar sind.
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