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Beschreibung
vor 6 Monaten
Die Gespräche zwischen den USA und Russland über die Zukunft der
Ukraine markieren eine geopolitische Zeitenwende. Sie folgen
nicht mehr der Logik einer regelbasierten, multilateralen
Ordnung, sondern greifen auf Denkfiguren zurück, die älter sind
als die europäische Nachkriegsarchitektur.
Freund–Feind-Unterscheidung, Ausnahmezustand und Großraum: Mit
diesen Kategorien des Staatsrechtlers Carl Schmitt lassen sich
sowohl Putins imperiale Ansprüche auf einen russischen
Einflussraum als auch Trumps Hinwendung zur Donroe-Doktrin
analytisch entschlüsseln. Der Kommentar zeigt, wie beide Akteure
– aus unterschiedlichen Motiven – an einer neuen Großraumordnung
arbeiten, in der Recht hinter Entscheidung zurücktritt und
Machtpolitik wieder offen als Ordnungsmittel fungiert.
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