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Beschreibung
vor 5 Monaten
Europa hofft auf eine Rückkehr zur alten Weltordnung – doch genau
diese Hoffnung ist, so Ivan Krastev, eine gefährliche Illusion.
Im Gespräch mit dem ORF analysiert der Politikwissenschaftler,
warum der Bruch der globalen Ordnung nicht mit Donald Trump
begann, sondern durch die COVID-19-Pandemie vorbereitet wurde.
Aus wirtschaftlicher Vernetzung wurde sicherheitspolitische
Abhängigkeit, aus Globalisierung ein Risiko. Trump machte diesen
Wandel sichtbar und politisch wirksam – und veränderte damit die
Spielregeln dauerhaft. Für Europa bedeutet das einen
tiefgreifenden Machtverlust: zwischen den USA und China, zwischen
offener Wirtschaft und politischer Selbstbehauptung, zwischen
moralischem Anspruch und realer Durchsetzungsfähigkeit. Krastev
plädiert für einen nüchternen Blick auf Europas neue Lage – und
für den Abschied von der Illusion, die Welt werde einfach zu
alten Gewissheiten zurückkehren.
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