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Beschreibung
vor 5 Monaten
In den politischen Krisenjahren nach dem Ersten Weltkrieg
gerieten liberale Ordnungen unter massiven Legitimationsdruck.
Parlamentarische Verfahren erschienen vielen als Ausdruck von
Schwäche, nationale Souveränität als verloren, politische Einheit
als zerfallen.Arthur Moeller van den Bruck deutete diese
Situation nicht als vorübergehende Störung, sondern als geistige
Krise der Moderne. Mit dem Begriff des „Dritten Reiches“ entwarf
er keine konkrete Staatsform, sondern eine
geschichtsphilosophische Verheißung von Ordnung, Einheit und
nationaler Erneuerung. Der Beitrag zeigt, wie dieses Denken
Politik in einen mythischen Deutungsraum verschob – und warum
seine Struktur bis heute verständlich macht, wie demokratische
Ordnungen in Krisenzeiten an semantischer Stabilität verlieren.
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