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Beschreibung
vor 4 Monaten
Der Beitrag zeichnet nach, wie Gottfried Benn das Jahr 1933 als
geschichtliche Zäsur deutet und den Zusammenbruch der
parlamentarischen Ordnung nicht als Verlust, sondern als
notwendige Verdichtung der Geschichte begreift. Aus ästhetischem
Nihilismus, biographischer Kränkung und einer metaphysischen
Geschichtsauffassung heraus entwickelt Benn eine Zustimmung zur
„neuen Zeit“, die Politik nicht mehr als Verantwortung, sondern
als Schicksal versteht. Der Text zeigt, wie sich künstlerische
Radikalität, Antiliberalismus und der Wunsch nach Sinn in eine
folgenreiche politische Fehlinterpretation verwandeln – und warum
Benns Haltung bis heute als Warnbild intellektueller Verführung
wirkt.
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