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Beschreibung
vor 4 Monaten
Donald Trumps Aufstieg ist mehr als ein politisches Ereignis – er
ist Symptom einer langfristigen Verschiebung in der
Tiefenstruktur der amerikanischen Gesellschaft. Im Sinne Fernand
Braudels zeigt der Beitrag, wie sich seit 1945 eine kognitive
Elite herausgebildet hat, deren Autorität auf Bildung,
Institutionen und Deutungshoheit beruht – während die
industrielle Mittelschicht zugleich ökonomisch und kulturell an
Status verliert. Trumps populistische Revolte knüpft damit an das
anti-elitistische Erbe der Amerikanischen Revolution an,
radikalisiert es aber zu einer neuen Geschichtserzählung: Die
Nachkriegsordnung aus Globalisierung, Expertise und
internationaler Führung gilt nicht mehr als Erfolg, sondern als
fundamentaler Irrweg.
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