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Beschreibung
vor 4 Monaten
Der Beitrag zeichnet nach, wie Martin Heidegger die
nationalsozialistische Machtübernahme als geschichtliche Zäsur
deutet und philosophisch überhöht. Ausgehend von seinem Denken
über Herkunft, Heimat und Seinsvergessenheit zeigt sich, wie
Kritik an der Moderne in politische Deutung umschlägt. Heideggers
Rektorat, sein Verhältnis zu Husserl und Karl Löwith sowie die
Nähe zu Carl Schmitt machen sichtbar, wie philosophische
Sinnsuche in moralische Blindheit kippen kann. Die Episode fragt,
wie aus dem Anspruch auf Tiefe eine Verstrickung entsteht – und
warum die Verwechslung von geschichtlicher Bedeutung und
politischer Wahrheit zu den gefährlichsten Irrtümern des Denkens
gehört.
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