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Beschreibung
vor 3 Monaten
Der Beitrag zeichnet Karl Löwiths philosophische
Auseinandersetzung mit dem politischen und geistigen
Zusammenbruch Europas nach. Im Zentrum steht die Erfahrung des
Exils als Verlust von Öffentlichkeit, Sprache und Zugehörigkeit –
und zugleich als analytische Distanz zur europäischen Moderne.
Löwith deutet den Nationalsozialismus nicht als historischen
Unfall, sondern als Ausdruck eines tieferliegenden Nihilismus, in
dem Entscheidung, Macht und geschichtliche Sendung an die Stelle
verbindlicher Maßstäbe treten. Seine Kritik an Heidegger und Carl
Schmitt macht sichtbar, wie leicht Philosophie zur metaphysischen
Legitimierung politischer Gewalt werden kann – und warum Denken
ohne Verantwortung selbst zur Gefahr wird.
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