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Beschreibung
vor 3 Monaten
Die Hoffnung auf eine universale Vernunft, die Kulturen verbindet
und Konflikte durch Dialog überwindet, prägte die Zeit nach dem
Kalten Krieg, sichtbar etwa in der Kairo-Rede von Barack
Obama. Heute jedoch kehrt mit dem Ukrainekrieg und der Politik
von Donald Trump eine Logik zurück, in der nationale
Interessen überhöht und politisch nahezu sakralisiert werden –
Vernunft wird durch Identität und Macht ersetzt. Der Beitrag
zeigt, warum dies eine Krise der Vernunft ist und stellt
mit Karl Jaspers eine Alternative vor: eine Vernunft,
die im Dialog entsteht, offen bleibt und sich nicht absolut setzt
– im Sinne von Immanuel Kant als Aufforderung, den
eigenen Verstand zu gebrauchen.
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