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Beschreibung
vor 2 Monaten
Ist der Aufstieg des Populismus nur eine irrationale
Gegenbewegung – oder verweist er auf eine tiefere Krise des
globalen Liberalismus? Der britische Philosoph James
Orr deutet die Jahre von 1945 bis 2016 als Epoche einer
„Cosmopolis“, in der internationale Normen und Institutionen die
politische Ordnung dominierten – oft auf Kosten konkreter
Gemeinschaften. Mit Blick auf Aristotle entwickelt er
eine Gegenperspektive: Politik müsse von der Realität
menschlicher Existenz ausgehen, nicht von abstrakten
Konstruktionen. Der Beitrag zeigt, warum diese Kritik über
Tagespolitik hinausgeht und einen grundlegenden Konflikt unserer
Zeit sichtbar macht – zwischen einer global gedachten Ordnung und
der Rückkehr zur politischen Wirklichkeit von Gemeinschaft,
Zugehörigkeit und Grenzen.
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