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Beschreibung
vor 2 Monaten
Warum verlieren moderne Gesellschaften zunehmend das Vertrauen in
sich selbst? Warum zerfallen gemeinsame Werte, während
persönliche Wahrheiten immer stärker in den Mittelpunkt rücken?
In diesem Hintergrund geht es um die kulturellen Veränderungen
seit 1945: vom Pflichtbewusstsein und Gemeinsinn der
Nachkriegsgesellschaft über die Befreiungsbewegungen der 1960er
Jahre bis hin zur heutigen Kultur des Misstrauens. Im Zentrum
steht die Frage, wie Individualisierung, soziale Medien,
Meritokratie und der Verlust gemeinsamer moralischer Orientierung
zu einer Gesellschaft geführt haben, in der Ressentiment,
Polarisierung und gegenseitige Entfremdung wachsen. Zugleich geht
es um die Frage, ob eine neue Kultur des Vertrauens überhaupt
noch möglich ist – und welche Rolle Bildung, Philosophie, Kunst
und gemeinsame Werte dabei spielen könnten.
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