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Beschreibung
vor 1 Monat
Der Aufstieg Donald Trumps wirft eine Frage auf, die weit über
die Person selbst hinausgeht: Warum verlieren Fakten,
Widersprüche und öffentliche Kritik manchmal ihre politische
Wirkung? Ausgehend von Max Webers Theorie der charismatischen
Herrschaft untersucht dieser Beitrag, wie Trump eine Form
politischer Glaubwürdigkeit entwickelte, die sich zunehmend von
rationaler Überprüfung löste. Er zeigt, warum charismatische
Führungsfiguren andere Regeln der politischen Kommunikation
nutzen als klassische Politiker – und weshalb liberale
Demokratien allein durch Verfassungen und Institutionen nicht vor
der Macht persönlicher Faszination geschützt sind. Die Analyse
führt zu einer grundlegenden Frage unserer Zeit: Was geschieht
mit einer Demokratie, wenn Charisma wichtiger wird als Argumente
und politische Loyalität stärker wirkt als rationale
Kritik?
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