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Beschreibung
vor 3 Wochen
Was heißt eigentlich männlich sein? In dieser Folge nähern sich
Sascha und Manuel dem vielleicht heikelsten Thema des Podcasts –
als, wie sie selbst sagen, zwei heteronormative lebende Männer,
die wissen, dass sie sich auf ein Minenfeld bewegen. Sie fangen
ganz vorne an: bei ihrer eigenen Jugend, ihren Vätern, ihren
Vorbildern – und der Frage, wie viel davon sie heute weitertragen
und was sie bewusst anders machen wollen.
Sascha, 33, dessen Vater als Kind aus der Türkei nach Deutschland
kam, erzählt vom Tod seines Großvaters und einem Gespräch mit
seinem Vater am Vatertag. Zum ersten Mal fragt er ihn, warum er
gewickelt, gekocht und Wäsche gemacht hat – anders, als es die
patriarchale Herkunftskultur vorsah. Die Antwort bringt
Gänsehaut: Er habe erlebt, wie das Patriarchat seine Mutter,
seine Schwester und ihn selbst klein gehalten hat – und wusste,
er will es anders machen. Dazu die Anekdote vom deutschen Opa,
dem der Kinnladen runterfiel, als Saschas Vater
selbstverständlich das Baby zum Wickeln nahm: "Aber hier sind
doch zwei Frauen im Zimmer." Und Sascha erzählt schonungslos von
seiner eigenen VIP- und Flaschen-Phase mit Anfang 20 – und warum
er sein jüngeres Ich heute gerne mal am Kragen packen würde.
Manuel ist ohne Großväter aufgewachsen. Sein Vater kam mit 16 aus
Algerien nach Hamburg, war U19-Nationalspieler und wollte seine
drei Söhne Fußball spielen sehen. Manuel fing stattdessen mit dem
Reiten an – ohne dafür gehänselt zu werden. Er spricht offen über
seine Jahre als Model ab 18: über Machtmissbrauch, sexualisierte
Angebote von zu 90 % Männern und über seinen eigenen Maßstab –
"Kann ich mich am nächsten Tag noch zum Frühstück bei meiner
Mutter setzen und ihr in die Augen gucken?"
Gemeinsam reden sie über das, was Männlichkeit heute ausmacht und
aushöhlt: über "schwul" als vermeintliches Gegenteil von
männlich, über das Social-Media-Männerbild von Andrew Tate, Rolex
und Ferrari, über alte und neue Vorbilder – und über die
Erkenntnis, dass Care-Arbeit, Windeln wechseln und für die
Familie da sein alles andere als unmännlich ist. Oder wie sie
einen Hater-Kommentar drehen: Ja, Vatersein braucht Marketing.
Und Männlichkeit auch – ein anderes, lebendiges Männerbild,
geprägt von aktiver Vaterschaft.
Das Thema ist so groß, dass die beiden nicht mal die Hälfte
schaffen. Eine zweite Folge zum Status quo der Männlichkeit
folgt.
Themenvorschläge und Feedback gerne über Instagram:
@thetalkingdad.de oder hier in den Kommentaren.
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