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Beschreibung
vor 2 Monaten
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Am 6. Dezember 1992 lehnte der Schweizer Souverän mit 50,3
Prozent den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ab –
ein Ergebnis, das die politische Elite des Landes kalt erwischte.
Im Gespräch mit Lorenz Degen blickt Dr. Ulrich Schlüer auf einen
erbitterten Abstimmungskampf zurück, in dem eine scheinbar
unüberwindbare Befürworter-Mehrheit letztlich gekippt wurde.
Entscheidend waren nicht nur die inhaltlichen Argumente der
direkten Demokratie und des Föderalismus gegen den
zentralistischen EU-Ansatz, sondern auch «taktische Fehler» der
Gegenseite: arrogante Zeitungsinserate, die die Abstimmungsgegner
als «Minusschweizer» abwerteten, weckten Widerstandskräfte in der
Bevölkerung. Angeführt von Christoph Blocher und Otto Fischer –
der kurz vor der Abstimmung gesundheitlich zusammenbrach –
erarbeitete sich das Nein-Lager detaillierte Kenntnisse zum EWR
und gewann so das Vertrauen der Bevölkerung. Drei Jahrzehnte
später zieht Ulrich Schlüer eine klare Bilanz: Der Schweizer
Sonderweg hat sich bewährt, und mit einer neuen Europa-Abstimmung
droht sich die Geschichte zu wiederholen.
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0:00 Intro
1:42 Schweiz umgeben von Chaos in den 80er Jahren
5:02 Der Politische Aufbruch
17:32 Der Kampf von oben nach unten
27:17 Der Sieg
31:09 Nächste politische Wege von Ulrich Schlüer
37:35 Die neue EU Abstimmung
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