#243 (Wie KI Kriege führt)
Lanz + Precht
vor 5 Monaten
0:00
59:08
Kommentare (2)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.
„Ein entscheidender Aspekt, der in der Diskussion um KI in der Kriegsführung und die Rolle von Unternehmen wie Palantir oft zu kurz kommt, ist das extreme Weltbild der dahinterstehenden Tech-Milliardäre. Prominente Investoren wie Peter Thiel (Mitbegründer von Palantir) und Elon Musk sind stark von den sogenannten TESCREAL-Ideologien geprägt. Ein zentraler Bestandteil dieser Denkweise ist der ernsthafte Glaube an die Simulationshypothese – also die Überzeugung, dass wir in einer Art Computerprogramm (der ‚Matrix‘) leben. Einige dieser Akteure investieren sogar heimlich in wissenschaftliche Projekte, um den ‚Code zu knacken‘ und aus dieser Simulation auszubrechen
Hier ist ein Entwurf für einen solchen Hinweis, den du als Kommentar, Leserbrief oder Diskussionsbeitrag zu diesem Podcast-Szenario nutzen kannst. *(Zur kurzen Einordnung: Der spezifische Podcast von Lanz und Precht sowie die konkreten militärischen KI-Systeme von Palantir werden in den bereitgestellten Quellen nicht direkt erwähnt. Die Quellen befassen sich jedoch intensiv mit Peter Thiel – dem Mitbegründer von Palantir – sowie den dahinterstehenden Ideologien der Tech-Elite. Der folgende Text verknüpft dein Thema mit diesen belegten Hintergrundinformationen.)* *** **Hinweis/Kommentar zur Podcast-Folge über KI in der Kriegsführung und Palantir:** „Ein entscheidender Aspekt, der in der Diskussion um KI in der Kriegsführung und die Rolle von Unternehmen wie Palantir oft zu kurz kommt, ist das extreme Weltbild der dahinterstehenden Tech-Milliardäre. Prominente Investoren wie Peter Thiel (Mitbegründer von Palantir) und Elon Musk sind stark von den sogenannten **TESCREAL-Ideologien** geprägt. Ein zentraler Bestandteil dieser Denkweise ist der ernsthafte Glaube an die **Simulationshypothese** – also die Überzeugung, dass wir in einer Art Computerprogramm (der ‚Matrix‘) leben. Einige dieser Akteure investieren sogar heimlich in wissenschaftliche Projekte, um den ‚Code zu knacken‘ und aus dieser Simulation auszubrechen. Wenn man dieses Szenario auf die Kriegsführung überträgt, wird die Lage hochgradig kritisch: **1. Die radikale Entwertung des menschlichen Lebens:** Wer die physische Welt nur als rechenbaren Code betrachtet, für den verliert der Mensch seinen intrinsischen Wert. In diesem Weltbild dient die Menschheit im Extremfall nur noch als reiner **„biologischer Bootloader“** zur Erschaffung einer digitalen Superintelligenz. Echte körperliche Verletzlichkeit und menschliches Leid – die grausame Realität jedes Krieges – werden in einem solchen Denksystem abstrahiert und zu bloßem statistischen „Rauschen“ degradiert. **2. Die Degradierung von Opfern zu „NPCs“:** Wenn die Geldgeber und Entwickler dieser Kriegs-KIs glauben, über den Spielregeln der Realität zu stehen, entsteht eine gefährliche ethische Asymmetrie. Menschen auf dem Schlachtfeld werden in dieser darwinistischen und transhumanistischen Logik gedanklich zu bloßen Kulissen oder unbedeutenden Nicht-Spieler-Charakteren (NPCs) herabgestuft. Das liefert eine ideologische Lizenz für grenzenlose technologische Übergriffe, da dem Gegenüber kein eigener, schützenswerter Wert mehr beigemessen wird. **3. Gefahr durch epistemische Geschlossenheit:** Das Gefährlichste an diesem Kontrollwahn ist die „epistemische Geschlossenheit“ dieser Eliten. Selbst wenn ihre Simulationsannahme falsch ist, liefert ihnen eine hochleistungsfähige KI Ergebnisse, die sie als Bestätigung ihrer eigenen Größenphantasien fehlinterpretieren. Es fehlt der wichtigste moralische Korrekturmechanismus: **die Empathie und echte menschliche Resonanz**. **Fazit:** Wir sollten uns in der Kriegsführung nicht nur vor der Autonomie der Waffen fürchten, sondern vor allem vor dem fehlenden Wirklichkeitssinn derer, die sie bauen und finanzieren. Wer die Realität für ein Videospiel hält, dem sollte man keine Algorithmen anvertrauen, die über Leben und Tod von echten Menschen entscheiden.“