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Manchmal schreibt der Fußball die besten Geschichten nicht in den
90 Minuten – sondern danach, wenn die Emotionen keinen Platz mehr
im Körper finden und sich ihren Weg durch Worte bahnen.

Der LASK steht im Cup-Finale. 2:1 nach Verlängerung gegen Ried.
Ein Fight, kein Fußballspiel. Eher ein Abnutzungskampf irgendwo
zwischen zweiten Bällen, langen Hafern und dem Gefühl, dass der
Ball tatsächlich „117 von 120 Minuten in der Luft“ war, wie es
Didi Kühbauer selbst so schön gesagt hat.

Und dann kommt diese Pressekonferenz.

Kühbauer betritt die Bühne – und es dauert keine zehn Sekunden,
bis klar ist: Das wird kein klassisches Pflichtprogramm.

„Musst du angeschüttet werden von Menschen? Hab ich was falsch
gemacht? Hab ich das 2:1 geschossen? Haben wir gewonnen?

Dabei hätte er allen Grund gehabt, einfach nur zufrieden zu sein.
Finale erreicht. Job erledigt.

Aber Kühbauer wäre nicht Kühbauer, wenn er es sich so einfach
machen würde.

„Ich hab von Anfang an gesagt, dass wir kein gutes Spiel gemacht
haben… und trotzdem stehen wir im Finale – das ist das
Allerschönste.“

Zwischen Stolz und Selbstkritik, zwischen Erleichterung und Ärger
– genau dort bewegt sich dieser Abend.

Doch das eigentliche Spiel ging nach dem Abpfiff weiter.

Nicht am Rasen, sondern zwischen den Bänken. Zwischen zwei
Trainern. Zwischen zwei Auffassungen davon, wie man dieses Spiel
lebt.

Kein Handschlag. Kein kurzes „Alles Gute“.

Stattdessen eine Ansage, die nachhallt:

„[Der Handshake] wird nie mehr stattfinden.“

Der Grund? Für Kühbauer überschreitet das Verhalten von
Ried-Coach Maximilian Senft eine Grenze. Rudelbildungen,
permanentes Einwirken auf den Schiedsrichter – Dinge, die für ihn
nichts mit Fairness zu tun haben.

Und plötzlich wird aus einem Cup-Halbfinale ein Grundsatzthema.

Auf der anderen Seite steht Senft, der sagt:

So etwas habe er noch nie erlebt. Für ihn gehört der Handschlag
zum Spiel – gerade nach einer Niederlage.

Zwei Perspektiven. Zwei Emotionen. Keine Annäherung.

Und genau deshalb reden wir über dieses Spiel.

Nicht, weil es fußballerisch glänzte – sondern weil es alles
hatte, was diesen Sport ausmacht: Chaos, Ehrlichkeit, Konflikt
und große Gefühle.

Und als wäre das alles noch nicht genug gewesen, liefert Kühbauer
zum Abschluss noch einen letzten Moment, der diesen Abend perfekt
zusammenfasst, nachdem ein Journalist ihn unbewusst "Kihbauer"
nannte:

„Herr Kühbauer, oder? Nicht Kibauer. Mit Ü und H! Kühbauer.“

Ein Abgang wie ein Tackling in der 120. Minute. Klar, direkt -
und ganz sicher nicht leise.

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Linktipp: Gelb-Rot Podcast mit Naumoski

PK nach dem Cup-Halbfinale (SVR-ASK)

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Schaupp

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K. Wagner⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠
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„LASK das sein, Ried“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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