In den letzten beiden Folgen ging es um passives Investieren mit
ETFs. Das ist beim Vermögensaufbau oft besser, als auf aktiv
gemanagte Fonds zu setzen. Doch wenn man sich mit Geldanlage
beschäftigt, wird man immer wieder mit den Börsen-Erfolgen von
Star-Investoren konfrontiert, wobei die Geldanlage in ihre Fonds
hohe Renditen in Aussicht stellt. Dann kann es sein, dass man der
Versuchung und dem Rendite-Versprechen erliegt, nicht doch sein
Geld dort zu investieren. Darum geht es in dieser Folge.
Was sind Star-Investoren? Weshalb ist ein Investment in sie bzw.
ihre Fonds nicht unbedingt vielversprechend? Warum können wir als
Anlegerinnen und Anleger trotzdem der Versuchung verfallen, unser
Geld bei ihnen anzulegen?
Newsletter: https://steady.page/das-liebe-geld Instagram:
https://www.instagram.com/das_liebe_geld/ Wenn Du den Podcast
unterstützen und lieber ohne Werbung anhören möchtest, kannst Du
das mit einem Abo auf Steady oder auf Apple
Podcasts tun. In dieser Podcast-Episode geht es um die kritische
Betrachtung von sogenannten Star-Investoren. Oft werden diese
Persönlichkeiten in den Medien gefeiert und gelten als erfolgreiche
Fondsmanager mit einer beeindruckenden Investment-Performance. Doch
sollten Anleger wirklich ihrem Ruf blind vertrauen und ihr Geld in
ihre Fonds investieren? Star-Investoren sind keine einheitlich
definierte Gruppe, sondern in erster Linie Fondsmanager mit einer
guten Vergangenheitsperformance und einem gewissen Ruf. Sie haben
gezeigt, dass sie den Markt schlagen können und eine bessere
Rendite erzielen als der Durchschnitt. Es ist verlockend
anzunehmen, dass sie auch in Zukunft erfolgreich sein werden und es
daher klug ist, in ihre Fonds zu investieren. Jedoch führt eine
erfolgreiche Vergangenheitsperformance nicht zwangsläufig zu
zukünftigem Erfolg beim Investieren. Es ist eine trügerische
Annahme, dass ein Star-Investor immer die gleiche
überdurchschnittliche Rendite erzielen wird. Tatsächlich kann es
für Fondsmanager mit wachsendem Anlagevolumen schwierig werden,
weiterhin erfolgreich zu investieren. Mit steigender Fondsgröße
werden Investmentmöglichkeiten knapper. Es kann sein, dass der
Fondsmanager aufgrund begrenzter Optionen entweder in unattraktive
Unternehmen investieren oder von der ursprünglichen Strategie
abweichen muss. In einigen Fällen können sogar große Unternehmen
erworben werden, die bereits in gängigen ETFs zu finden sind. Dies
führt dazu, dass der Fondsmanager möglicherweise keinen Mehrwert
mehr schafft und Anleger genauso gut in ETFs investieren könnten.
Tatsächlich sind sogar Warren Buffett und Charlie Munger Beispiele
für den strukturellen Nachteil großer Fonds. Auch sie müssen hohe
Beträge investieren, um angesichts der Größe ihrer
Investmentgesellschaft einen nennenswerten Einfluss zu erzielen.
Buffett betont, dass es schwierig ist, mit großen Beträgen eine
hohe Rendite zu erzielen. Neben den Schwierigkeiten beim
Investieren werden große Fonds auch insgesamt riskanter. Wenn ein
Fonds nicht die gewünschte Rendite erzielt, ziehen viele Anleger
möglicherweise ihr Geld ab. Der Fondsmanager ist dann gezwungen,
Wertpapiere zu verkaufen, um die Auszahlungen zu tätigen. Dabei
kann es entweder zu hohen Kosten kommen, wenn illiquide Aktien
kleinerer Unternehmen verkauft werden, oder zu einer Verzerrung des
Portfolios, wenn liquide Papiere verkauft werden. Der Zielkonflikt
zwischen Anleger und Fondsmanager wird deutlich: Während Anleger
eine sinnvolle Investition und hohe Rendite wünschen, sind für den
Fonds die verwalteten Vermögenswerte ausschlaggebend, da davon
Gebühren erhoben werden. Je größer der Fonds, desto höher die
Einnahmen, auch wenn dies die Investmentstrategie und Rendite
negativ beeinflussen. Learn more about your ad choices. Visit
megaphone.fm/adchoices
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.