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  4. #82 Hunter Hunter; Ab in den Wald
Es ist endlich mal wieder passiert: ein Film, den niemand so
richtig auf dem Zettel hatte und einen dann im Kino umhaut. Oder
eher vor Angst verkrampfen lässt, denn Hunter Hunter, ein
kanadischer Mystery-Thriller hat es in sich. Altbekannt wirken
gerade Filme mit Horror Elementen dann besonders gut, wenn man
sich absolut nicht drauf einstellen konnte weil man ihn vorher
einfach nicht auf dem Zettel hatte. Das ist hier geschehen und
somit konnten wir nur erahnen was auf uns zukam.

Eine Familie von Jägern lebt tief im Wald. Sie verdienen ihren
Lebensunterhalt mit Fellen, die sie durch aufgestellte Fallen
fangen. Bis zum Winter müssen sie genug Geld verdient haben um
dem Wald und seiner unerbittlichen Kälte temporär zu entfliehen.
Doch dieses Jahr sieht es nicht gut aus und zu allem Überfluss
wird die Familie auch noch von einem Wolf gestalkt, was der eh
schon angespannten Situation noch eine zusätzliche körperliche
Bedrohung verpasst. Ein stiller Wald allein ist ja zum Glück
nicht unheimlich genug.

Als sich Mersault, das Familienoberhaupt und Vater, endgültig auf
den Weg macht, um den Wolf niederstrecken scheint die Spannung
nur noch schwer erträglich. Denn er kehrt nicht zurück. Von nun
an sind Mutter und Tochter allein. In einem Wald, der ihnen
anscheinend nichts gutes will und einer Bedrohung, die über die
eines bissigen Tieres hinausgeht.

Nervenaufreibend und trotz minimalistischer Darstellung sehr sehr
spannend ist Hunter Hunter eine kleine Filmperle. Die Angst vor
der Dunkelheit und sich nähernden Geräuschen kennt jeder, der mal
nachts auf einer schlecht beleuchteten Straße nach Hause gegangen
ist. Man nennt es Urangst. Dieses simple Mittel funktioniert gut
eingesetzt ausgezeichnet um die Zuschauer zu zwingen, sich immer
tiefer in den Kinosessel zurückzuziehen in der angsterfüllten
Erwartung, was man als nächstes zu sehen bekommt. Das Ende ist
poliarisierend. Brutal, gnadenlos und gleichzeitig heilsam und
gerecht.
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„#82 Hunter Hunter; Ab in den Wald“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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