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  3. Wie jetzt? Der Dialog mit Dieter Podcast
  4. „Fressen, Saufen, … - was hilft gegen den Corona-Frust?“
Lebensfreude trotz Corona – wie geht das? Das ist die Frage, die
sich Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, explizit für
die heutige Folge seines gemeinsamen Podcasts mit
Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider gewünscht hat. Wobei Lenzen
die Frage ursprünglich sogar noch schärfer formuliert hatte, „aber
das ist offenbar der Zensur zum Opfer gefallen. Eigentlich sollte
es heißen: Lebensfreude trotz Corona – Fressen, Saufen, …“. Soll
heißen: Wie kompensieren Menschen eigentlich das, was sie in der
Coronazeit an Entbehrungen und Verzicht hinnehmen müssen? „Ja,
wie?“, fragt Haider. Zum Thema „Fressen“ beobachtet Lenzen, dass
die Leute nicht mehr einmal, sondern zweimal am Tag kochen, gern
auch nach (schwierigeren) Kochbüchern, auch mal vegetarisch: „Sie
suchen sich in den sogenannten anthropologischen Alimentaria etwas
Neues.“ Das sei beim „Saufen“ ähnlich: Während man beim Essen eine
Kompensationsform der Freude erzeuge, ginge es beim Trinken von
Alkohol darum, Verluste vergessen zu machen. „Immer nüchtern sein,
das können wir jetzt nicht durchhalten.“ Haider gesteht, dass er
bei besonders schlechten Coronazahlen aus Hamburg zu Schokolade
greift, „gern auch mal zu einer ganzen Tafel“, was mit der Zeit
dazu führe, dass nicht nur die Infektionszahlen nach oben zeigen,
„wenn sie verstehen, was ich meine“. Lenzen versteht, und sagt:
„Das kann man nur unterstützen. Wir brauchen jetzt Lebensfreude,
trotz all dem, was da draußen passiert. Und haben Sie keine Sorgen
davor, dadurch zwei, drei Kilo zu wiegen. Das ist es wert.“
Insgesamt würden die Menschen versuchen, bei dem, was im Moment
noch erlaubt ist, neue Varianten auszuprobieren und in andere
Dimensionen vorzustoßen. Das beginne bei besserem Essen und teuren
Weinen, „und geht weiter bei Sexspielzeugen“, so Lenzen. Das
komplette Gespräch hören Sie unter www.abendblatt.de/podcast.
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„„Fressen, Saufen, … - was hilft gegen den Corona-Frust?““

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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