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  4. Folge 10: Situation in Afghanistan - Was passiert mit den Listen?
Die Situation in Afghanistan verschlechtert sich. Menschen werden
von den Taliban gejagt. Frauen haben Angst um ihre Rechte. Eltern
möchten ihre Kinder beschützen und Kinder sorgen sich um ihre
Eltern. Alle versuchen zu fliehen, in Sicherheit zu kommen. Doch
erst werden sie auf Listen gesetzt.

„Schicken Sie uns Ihren Namen, Geburtsdatum, Kopie des Ausweis
usw … sie kommen dann auf eine Liste“. Das ist momentan die
Kernaussage bei allen Hilfsangeboten. Wie viele Listen gibt es
denn schon und was wird denn überhaupt damit gemacht? Das wissen
viele nicht. Es ist so, als wäre das Argument mit der Liste die
Strategie, um Leute zu beruhigen.

Es klappt vielleicht auch, denn es gibt Vielen das Gefühl, dass
etwas passieren wird, dass sie oder ihre Familienangehörigen bald
sicher sein werden.

Das kann auch das gegenteilige Gefühl bringen, denn es ist eine
Liste von Menschen, die gegen die Taliban sind und deshalb vor
ihnen fliehen. Sie wissen nicht, was mit ihren Daten passiert.
Vor allem, wenn sie trotz der Listen nicht evakuiert werden.
Weil, ja, die Listen nutzen wirklich nichts.

Das wurde am 27.8. bei der Aktion von „Luftbrücke Kabul“
bewiesen. Von hunderten Menschen, für die eine sichere Unterkunft
gesichert war, die alle offiziell auf Listen des Auswärtigen
Amtes registriert waren, konnte die Gruppe nur 18 Menschen aus
Kabul in Sicherheit bringen. Das alles, weil sich die deutsche
Regierung geweigert hat, eine E-Mail zu schreiben, um den
Transport freizugeben. Wozu fragen sie dann nach den Listen? Ist
es eine Strategie, um zu zeigen, dass sie etwas unternehmen?

Am 29.8. konnte die „Luftbrücke Kabul“ mit amerikanischer
Unterstützung 189 Menschen helfen, die nun in Doha und Riad auf
die Weiterreise warten.

In der neuen Folge vom Podcast „Migrativ – Migrant und Aktiv“
geht es nicht nur um eine Person, sondern um ein ganzes Land,
eine ganze Community, die momentan in Angst lebt und darauf
wartet, Hilfe zu bekommen.

#Migrativ
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„Folge 10: Situation in Afghanistan - Was passiert mit den Listen?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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