Wer ist ein guter Therapeut?
vor 4 Jahren
Ein guter Therapeut hat eine liebevolle Beziehung zu seinen
Patienten. So die Essenz der Bücher von Scott Peck und Irvin Yalom.
Beide sind amerikanische Erfolgsautoren, die sich auch mit Romanen
einen Namen gemacht haben.
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Beschreibung
vor 4 Jahren
Ein guter Therapeut hat eine liebevolle Beziehung zu
seinen Patienten. So die Essenz der Bücher von Scott
Peck und Irvin Yalom. Beide sind amerikanische
Erfolgsautoren, die sich auch mit Romanen einen Namen gemacht
haben.
Irvin Yalom gilt als einer der bekanntesten amerikanischen
Psychiater. In seinem Buch "Der Panama-Hut" fasst er die Lehren
seines Lebens in 85 Lehrsätzen zusammen. So räumt er auf mit der
Vorstellung, dass der Therapeute eine "leere Leinwand" für die
Projektionen seiner Patientin sein soll. "Seien Sie Sie selbst".
"Lassen Sie zu, dass Ihr Patient Ihnen wichtig ist." "Nutzen Sie
Ihre eigenen Gefühle als Arbeitsmaterial." Damit gibt Yalom aber
keine Technik vor. Vielmehr ermutigt er, mit dem zu arbeiten, was
sich hier und jetzt zeigt. "Kreieren Sie für jeden Patienten eine
eigene Therapie."
Scott Peck, geboren 1931, war der "Psychiater der
Hippie-Bewegung". Er hat die New Age-Bewegung mit angestoßen. Der
Erfolg seiner Bücher beruhte darauf, dass spirituelles Wachstum
als Ziel des menschlichen Lebens ansah. Und die Therapie als Weg,
sich auf dieses Ziel hin zu bewegen. Obwohl Peck es ablehnte, ein
Guru zu sein, hatte seine Popularität auch kultische Aspekte.
Sein Buch "Der wunderbare Weg" gliedert sich in vier Abschnitte:
Disziplin, Liebe, Wachstum und Religion und Gnade.
Der liebende Therapeut
Disziplin brauche der Mensch, um an sich zu arbeiten. Es bedeute,
die Komfortzone zu verlassen und sich seinen Ängsten zu stellen.
(Selbst-)Liebe und die Liebe des Therapeuten ist nach Peck die
zweite Zutat für spirituelles und menschliches Wachstum. Peck
sagt: Liebe ist der Wille, das Selbst auszudehnen, um das eigene
spirituelle Wachstum oder das eines anderen zu nähren. Der
Therapeut muss dabei auch bereit sein, unsicheres Terrain zu
betreten.
Was Peck über Religion und Gnade schreibt, diskutieren wir im
Podcast kontrovers. Auch wenn wir aus diesem Abschnitt des Buches
einiges hinterfragen, ist es Scott Peck zu verdanken, dass
Reliogion und Spiritualität in der Therapie einen Platz haben.
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