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  4. Die Ruhe davor: Wie schwer wird der Corona-Sturm?
Das Uniklinikum Jena sieht sich in der Corona-Epidemie gut
vorbereitet, während ein Teil des Normalbetriebs weitergehe. Der
medizinische Vorstand Jens Maschmann sagte gegenüber der
Mediengruppe Thüringen: „Wir sind gewappnet, aber wir
transplantieren weiter, wir behandeln unsere Krebspatienten
weiter, wir haben Patienten mit akuten Schmerzen, wir kümmern uns
um psychiatrische Fälle. Parallel laufen Vorbereitungen im
intensivmedizinischen Bereich auf Hochtouren“. Maschmann erwarte
ab Ostern eine Zunahme der Belastung. Ein Höhepunkt der Epidemie
ließe sich jedoch noch nicht vorhersagen.

Auch Bundesgesundheitsminister Spahn sprach in der aktuellen
Situation von der Ruhe vor dem Sturm. Derweil häufen sich
Berichte aus Italien, Spanien und Frankreich. Dort sind
vielerorts die Kapazitäten der Intensivmedizin erschöpft.
Ärtzinnen und Ärzte in den Krankenhäusern beatmen demnach nur
noch Patient_innen mit den besseren Überlebenschancen. Wer nicht
versorgt werden kann, dem werde eine Sterbebegleitung unter
schmerzlindernden Mitteln zur Verfügung gestellt. Daneben sind
die Krankenhäuser in den betroffenen Ländern so stark überlastet,
dass viele Operationen zum Beispiel bei an Krebs Erkrankten oder
Knochenbrüchen nicht mehr durchgeführt werden. Dabei unterstützen
mittlerweile sowohl das Militär als auch das Ausland die
betroffenen Krankenhäuser. Auch in Deutschland werden derzeit
Covid-19-Fälle aus der EU behandelt.

Gleichzeitig sollen sich deutsche Krankenhäuser auf Ernstfälle
wie in Italien vorbereiten. Sieben Fachgesellschaften haben ein
Papier verabschiedet, das die Kriterien der sogenannten Triage
beinhaltet. Das Alter der Erkrankten ist in dem Papier nur ein
Faktor. Auch Vorerkrankungen wie Schlaganfälle sollen
berücksichtigt werden. Ob oder wann diese Situation in
Deutschland eintreten wird, dazu gibt es aktuell aber noch keine
Prognosen.
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„Die Ruhe davor: Wie schwer wird der Corona-Sturm?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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