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Syrien besteht vor allem aus der Syrischen Wüste. Dort gibt es
einige wichtige Straßen nach Osten, in den Irak, aber nur wenige
Menschen leben in diesem Teil des Landes. Im Norden hat Syrien
eine Hochebene. Weiter im Osten kommt man zum Fluss Eufrat und
zum alten Mesopotamien. Die meisten Einwohner leben im Westen, in
der Nähe der Küste. An der Küste selbst liegt ein schmaler,
ebener Streifen. Gleich daneben folgt ein hohes Gebirge. Im
Westen gibt es fruchtbares Land, Flüsse und Oasen.

Unter anderem herrschten die Babylonier und die Perser in der
Gegend wo heute Syrien ist. Auch Alexander der Große eroberte
sie. Von den Griechen kam der Name Syrien. Das war eine
Vereinfachung von Assyrien, denn die Assyrer hatten dort auch
einmal geherrscht. Römisch wurde die Gegend im Jahr 64 vor
Christus durch Pompeius den Großen. Wegen der Seidenstraße war
die Provinz Syria für die Römer sehr wichtig.

Im Jahr 626 nach Christus eroberten die Muslime unter Mohammed
Syrien. Später im Mittelalter besetzten Ritter der Kreuzzüge die
Gegend. Auch die Mongolen kamen nach Syrien. Doch normalerweise
hatte das Land muslimische Herrscher. Etwa vierhundert Jahre lang
waren das die Osmanen.

Den Ersten Weltkrieg gewannen Briten und Franzosen. Sie
bestimmten, was aus diesem Teil des Osmanischen Reiches wurde. So
schufen sie die Staaten Irak und Syrien. Syrien und der Libanon
waren seitdem eine Art Kolonie von Frankreich.

1946 wurde Syrien frei. Weil es in Syrien viele verschiedene
Bevölkerungsgruppen und Religionsgemeinschaften gibt, gab es aber
immer wieder Streit. Einzelne Minderheiten kamen an die Macht und
unterdrückten den Rest der Bevölkerung. 30 Jahre lang regierte
Hafiz al-Assad das Land als Diktator. Er gehört zur
Religionsgemeinschaft der Alawiten. Im Jahr 2000 übernahm sein
Sohn Baschar al-Assad das Präsidentenamt.

In Syrien gibt es ein Staatsoberhaupt und dazu einen Chef der
Regierung. Staatsoberhaupt kann nur ein Muslim werden. Das
Staatsoberhaupt, der Präsident, entscheidet, wer in der Regierung
ist. Das Parlament heißt Volksrat und macht neue Gesetze. So
steht es in der Verfassung. Aber in der Wirklichkeit hat nur
einer wirklich die Macht: Präsident Assad. Seine Partei, die
Baath-Partei, ist die größte und wichtigste. Sie ist
arabisch-nationalistisch und sozialistisch. Allerdings herrscht
in Syrien ein Bürgerkrieg. In Teilen des Landes kann der
Präsident seine Macht gar nicht ausüben. Dort regieren Gruppen,
die gegen den Präsidenten sind.

In Syrien bestimmt die Regierung viel über die Wirtschaft.
Wichtig ist das Erdöl des Landes. Man verkauft davon aber nicht
mehr so viel ins Ausland: Erstens braucht man es auch für die
eigene Industrie. Zweitens kommt weniger Erdöl aus dem Boden als
früher.

Der Bürgerkrieg hat das Land noch ärmer gemacht als vorher. Es
leiht sich Geld aus dem Iran. Die eigene syrische Währung hat
viel von seinem Wert verloren. Vor dem Bürgerkrieg hat die
Regierung noch gehofft, dass man mehr Touristen anlocken könnte.

SCHLÜSSELWÖRTER: die Wüste (desert)

die Hochebene (plateau)

Mesopotamien (Mesopotamia)

schmal (narrow)

eben (even)

der Streifen (strip)

das Gebirge (mountain range)

fruchtbar (fruitful)

Flüsse (rivers)

Oasen (oases)

Babylonier (Babylonians)

Perser (Persians)

Griechen (Greeks)

Assyrer (Assyrians)

Römisch (Roman)

Seidenstraße (silk road)

Kreuzzüge (crusades)

Muslime (muslims)

Mongolen (Mongolians)

Osmanen (Ottomans)

Weltkrieg (world war)

Bevölkerungsgruppen (population groups)

Religionsgemeinschaften (religious communities)

der Streit (dispute)

die Macht (power)

unterdrückten (oppressed)

der Diktator (dictator)

das Staatsoberhaupt (head of state)

Gesetze (laws)

der Bürgerkrieg (civil war)

das Erdöl (oil)

leiht (borrows)

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„32 | Syrien“

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