Achtung, Spoiler! || Ich muss zugeben, eine Weile habe ich mich
schon davor gedrückt The Terror anzufangen. Zwei Schiffe die im Eis
feststecken? [...] Achtung, Spoiler!
Ich muss zugeben, eine Weile habe ich mich schon davor gedrückt
The Terror anzufangen. Zwei Schiffe die im Eis
feststecken? Klar, irgendwann müssen bestimmt ein paar Menschen
gegessen werden, aber reichen die sozialen Dramen aus, um mich
bei der Stange zu halten? Offenbar haben sie das. Doch das ist
nicht der einzige Pluspunkt dieser Serie. Es wirkt alles so real
und anfassbar. Man wird schnell in die vergangene Epoche gezogen
und auch wenn die stattfindenden Ereignisse eigentlich nicht zum
Wohlbefinden beitragen, empfand ich die Stille und Weite der
Eiswüste, die die Seemänner umgibt, irgendwie als beruhigend.
Lasst euch nicht täuschen: The Terror - übrigens
der Name eines der beiden eingeeisten Schiffe - ist definitiv
kein Kinderkram. Es ist bedrückend und aufreibend den
Überlebenskampf der Mannschaften zu beobachten. Vor allem da sie
noch eine lange Zeit an den Erfolg ihrer Erkundungsreise glauben
wollen. Man merkt, dass jede Entscheidung, die die Charaktere
treffen, ihre Folgen hat. Die Serie stellt zudem immer wieder
starke Kontraste dar - ob nun gesellschaftlich oder thematisch.
Natürlich kommt die Serie bei mir nicht ohne ein paar
Kritikpunkte durch. Lediglich zwei Dinge sind mir negativ in
Erinnerung geblieben, ohne dabei das Bild von The
Terror merklich zu verschlechtern. Zum einen bin ich
kein großer Fan von mystischen Monsterwesen, die mit CGI in eine
sonst so bodenständige Welt gepresst werden. Natürlich ergänzt
das die Serie sinnvoll und die Story wäre ohne dieses Getier wohl
etwas anders verlaufen. Trotzdem hätte ich gerne erfahren, wie
sich alles ansonsten abgespielt hätte - zumal ich der Serie
zuspreche, dass sie nicht von ihrem übernatürlichen Anteil lebt,
sondern von den Konflikten zwischen und in ihren Charakteren.
Man sieht also, dass das wirklich nur eine winzige Befindlichkeit
meinerseits ist. So ist es auch mit meinem zweiten Kritikpunkt.
Der bezieht sich auf das Ende der Serie. Ich hätte mir so sehr
gewünscht, dass Captain Ross es zurück nach Hause schafft. Nagut,
theoretisch findet er eine neue Heimat im Eis, aber seine
Beweggründe dafür waren mir etwas schleierhaft - zumindest
empfand ich diese persönlich als nicht stark genug.
War The Terror also ein voller Erfolg? Wenn man
mit dem eher gemächlichen Tempo der Serie klar kommt, auf kleine
Actioneinlagen und tiefgehende Charaktere und deren Entwicklungen
steht, dann ja. Natürlich sollte man auch Kunstblut und andere
Schweinereien sehen können. Ich hatte meinen entspannten Spaß mit
der Serie, die mir allerdings auch das ein oder andere Mal die
Nerven kitzeln wollte. Das hat sie geschafft.
Bis bald,
Euer Felix.
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