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Game | Kerbal Space Program

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EnterCast vor 8 Jahren
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"Was soll das denn sein?", werden sich bei diesem Spieltitel
sicherlich einige fragen. Dann antworte ich: "Eine lustige
Raumfahrt-Simulation!" [...]

"Was soll das denn sein?", werden sich bei diesem Spieltitel
sicherlich einige fragen. Dann antworte ich: "Eine lustige
Raumfahrt-Simulation!"

Kerbal Space Program (abgekürzt:
KSP) ist ein harter, trotzdem lockerer
Simulator, mit der richtigen Prise Humor. Dieser wird zwar fast
ausschließlich durch Beschreibungstexte vermittelt, verhindert
allerdings, dass das Spiel zu ernst wird. Stellt euch vor ihr
seid ein Kind, das versucht mit einer Feuerwerksrakete einen
Luftballon zu treffen. Nur, dass ihr die Rakete selbst entwerft
und der Ballon ein Himmelskörper ist. Das ganze macht
unheimlichen Spaß, erfordert aber auch, dass man sich mit der
Materie auseinandersetzt.

Wenn man den Karriere-Modus als neuer Spieler das erste Mal
startet, dann ist man vermutlich überfordert. Zum Glück findet
man im Internet genügend Tutorials, falls einem das Spiel nicht
ausreichend Hinweise liefert.

KSP hat eine steile Lernkurve und bietet auch
für erfahrene Spieler immer noch Herausforderungen. Ob es nun
darum geht eine Raumstation im Orbit zu errichten, was vermutlich
einige Rendezvousmanöver, Andockvorgänge und gute Vorausplanung
erfordert oder darum auf einem anderen Himmelkörper zu landen -
einfach war die Raumfahrt noch nie. Es verhält sich hier wie bei
Dark Souls: Leicht ist es nicht, aber machbar.
Wenn ihr es nicht schafft, dann seid ihr in der Regel selbst
daran Schuld. Wenn ihr es aber schafft, dann gehört der Erfolg
auch ganz euch.

Ich kann euch sagen, dass es ein gutes Gefühl ist seine Ziele in
diesem Spiel irgendwann zu erreichen. Wenn man das erste Mal mit
einem Kerbal (so heißen eure Astronauten) den Mond ihres
Heimatplaneten betritt, dann ist das eine wahre Errungenschaft.
Noch besser ist es, wenn der kleine Raumfahrer es auch wieder
zurückschafft. Vorausgesetzt, dass ihr seine Rückreise überhaupt
eingeplant habt. Wenn nicht, dann könnt ihr jetzt eine
Rettungsmission planen oder ihn eben einfach von dort aus die
Sterne ansehen lassen.

Wenn ihr im Karriere-Modus weiter voran geschritten seid oder
sowieso im Kreativ-Modus spielt, dann sind eure Ziele meist noch
größer. Plötzlich wollt ihr eine Basis auf einem ganz anderen
Planeten bauen, Rover hinschicken und den Weltraum-Tourismus
vorantreiben. Dann sind womöglich Satellitennetzwerke und
wesentlich besser konstruierte Raketen nötig. Natürlich müsst ihr
auch nach und nach Informationen über das gewünschte Ziel
sammeln. Gibt es dort eine Atmosphäre? Wie hoch ist die
Anziehungskraft? Gibt es dort Wasserflächen? All das muss bedacht
werden, wenn man sicher landen möchte - meistens sammelt man
allerdings auch hier einfach Erfahrung durch das Ausprobieren.
Natürlich könnte man sich auch alles Wissenswerte aus dem
Internet ziehen, aber wo bliebe denn da der Spaß am Erkunden und
Erforschen? Zugegeben: Manchmal spart das Internet einem auch
einfach eine Menge Zeit bei diesem ohnehin schon zeitintentsiven
Spiel.

Letztendlich geht es bei KSP um Problemlösungen.
Wie schaffe ich es mit dem vorhanden Treibstoff, Teilen, und
Limitierungen, die selbst gesetzten Ziele zu erreichen? Ein
Spiel, dass Physikkenntnisse voraussetzt oder diese durch
Scheitern in euren Kopf hämmert. Doch glaubt mir, egal wie lange
ihr spielt: Irgendwann explodiert immer irgendetwas. Das verleiht
dem Spiel allerdings auch einen gewissen Charme. Es nimmt sich
selbst nur so ernst, wie man es selbst nehmen will.

Ihr könnt außerdem problemlos Cheats und Mods verwenden, um das
Spiel euren Wünschen näher zu bringen. Der wohl am weitesten
verbreitete und wichtigste Mod überhaupt heißt
MechJeb. Ohne den geht eigentlich gar nichts.
Zumindest, wenn ihr komplexere Dinge in kürzerer Zeit durchführen
und etwas automatisieren wollt. MechJeb wird
euch garantiert nicht die komplette Arbeit abnehmen, aber er
unterstützt euch - zum Beispiel bei der Navigation eurer
Raumschiffe, Andockvorgängen und Landungen. Dadurch werden oft
Projekte vereinfacht, die man vorher nur schwer zu bewältigen
glaubte. Am besten beherrscht man die Navigation und Eingaben
trotzdem soweit, dass man im Notfall auch auf den Computer
verzichten kann, falls im Karriere-Modus dann doch mal der Strom
ausfällt und euer Pilot auf sich (und damit auf den Spieler)
gestellt ist.

Die selbstgebauten Feuerwerkskörper sind übrigens das kreative
Herzstück von Kerbal Space Program. Es macht mir
viel Spaß die teils kreativen, teils waghalsigen Projekte zu
sehen, die mit den selbst konstruierten Flugzeugen, Raketen und
anderen Gerätschaften umgesetzt werden. Dank Steam-Workshop ist
es sehr einfach sich die Baupläne anderer Spieler herunterzuladen
und sie selbst auszutesten oder seine eigenen Kreationen
hochzuladen. Die Community rund um KSP ist ein
Pool von verrückten und genialen Ideen. Damit wurde das Spiel zu
einem großartigen Sandkasten für allerlei experimentierfreudige
Raumfahrtbegeisterte.

Letztendlich ist das Spiel nichts für jedermann. Man bekommt
meiner Erfahrung nach nur so viel Spaß zurück, wie man Aufwand
reinsteckt. Man muss wohl auch ein wenig auf physikalische
Herausforderungen stehen und sich selbst Ziele setzten und
organisieren können. Läuft das ganze aber erstmal, dann darf sich
das gesamte Sternsystem auf viele grüne Besucher und Explosionen
freuen. Mir gibt es jedenfalls immer ein gutes Gefühl, wenn ich
eine schwierige Situation lösen und mein selbst gesetztes Ziel
erreichen kann.

Bis bald,

Euer Felix.

Besucht auch gerne meinen Blog.

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