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Game | Star Citizen

Game | Star Citizen

EnterCast vor 7 Jahren
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Was ist Star Citizen? Vor allem ein Traum und Hoffnung. Das klingt
ziemlich hochtrabend für ein Videospiel, ich weiß. Doch auch, wenn
man bereits große Fortschritte in der Entwicklung sieht, so kommt
dieser Space Sim genau daher. [...]

Was ist Star Citizen? Vor allem ein Traum und
Hoffnung. Das klingt ziemlich hochtrabend für ein Videospiel, ich
weiß. Doch auch, wenn man bereits große Fortschritte in der
Entwicklung sieht, so kommt dieser Space Sim
genau daher. Es ist ein Spiel der Superlative. Star
Citizen soll nicht nur ein Space
Simulator werden, sondern der „Best Damn Space
Sim Ever“ (kurz: BDSSE). Es soll
unverschämt gut aussehen, eine riesige Spielwelt haben und hat
bisher fast 200 Millionen Dollar gespendet bekommen. Seit wann
das Game in Entwicklung ist? Ungefähr seit 2013. Bisher ist das
Ende der spannenden Odyssee von Star Citizen
noch nicht in Sicht. Also: Warum steht die Community nach all
diesen Jahren noch immer hinter dem Projekt und weshalb kommen
auch immer wieder neue Unterstützer dazu?

Erstmal zum Spielprinzip. Die Weltraumsimulation ist in der
fernen Zukunft der Menschheit angesiedelt. Es gibt Raumschiffe,
ein paar Alien-Zivilisationen und ein großes Universum zum
bereisen. Das fertige Spiel soll euch dabei freie Wahl lassen,
womit ihr eure Brötchen, neue Schiffe, Waffen, Kleidung und mehr
verdient. Zu den wohl bekanntesten und beliebtesten Professionen
zählen Händler, Forscher, Kämpfer und alle Berufe der
Materialgewinnung. Auch als Weltraumrennfahrer oder einfach als
Bordschütze, Techniker und Co-Pilot soll man sich seinen Weg
durch das sogenannte Verse‘ bahnen können.

Doch wie konnte der Visionär dieses Spieles, Chris
Roberts, und dessen Unternehmen Cloud Imperium
Games (kurz: CIG) so viele Menschen
nachhaltig beeindrucken und dazu bringen diese großen Mengen an
Geld zu spenden? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Es
ist ein Mix aus einer Spielidee, die Träume erweckt, der offenen
Entwicklung, die man mit Interesse verfolgen und teilweise als
Community beeinflussen kann und einigen klugen
Vermarktungsentscheidungen, die zum Spenden verleiten und einen
somit stärker an das Spiel binden.

Das alles schafft eine starke und aktive Community um das Spiel,
welche zu Teilen allerdings auch sehr extreme Richtungen
einschlagen kann. Sie ist in den allermeisten sehr offen für neue
Spieler, herzlich und reflektiert. Durch die große finanzielle
und emotionale Verbindung zu Star Citizen
gleiten einige wenige allerdings in extreme Denkweisen ab – diese
können sowohl zum, als auch gegen das Spiel und dessen
Entwicklung gerichtet sein. Dies ist jedoch, meiner Empfindung
nach, die manchmal laute Minderheit. Nahezu alle meine
Interaktionen und Erlebnisse mit der Community waren konstruktiv,
spaßig und hilfreich. Aus ihr kommen kreative Beiträge, gute
Ideen und großartige Events.

Ein weiteres Kernstück von Star Citizen ist die
Grafik, welche Maßstäbe in Teilen neu setzt. Ob es nun um
Planeten geht, die fotorealistische Szenerien bieten oder die
Raumschiffe, welche mit feinsten Details ausmodelliert sind –
Star Citizen lebt von seiner Liebe zum Detail.
Auch das Sounddesign und die, meiner Meinung nach, fantastische
Musik will ich lobend erwähnen. Es wird ein Gesamterlebnis
geschaffen, das beeindruckt und manchmal auch blendet. Denn bei
all den schönen Bildern, die man sieht, vergisst man nur zu
gerne, dass es letztendlich um den Spielspaß geht, der nicht nur
durch die Präsentation entsteht.

An dieser Stelle könnte von mir jetzt ein Vortrag darüber kommen,
warum die derzeit spielbare Alpha schon ganz gut ist oder eben
nicht. Darauf werde ich jedoch verzichten, da die einzelnen
Aspekte des Spieles dauerhaften Veränderungen unterliegen und
noch lange nicht vollständig sind. Wenn es irgendwann einmal alle
Spielmechaniken in den Multiplayer-Part, das persistente
Universums (oft kurz PU genannt) geschafft
haben, dann werden wir sehen, ob sich das Gesamtpaket abrundet.
Bis dahin haben wir Spaß mit dem, was wir bereits ausprobieren
können.

Das ist zum Beispiel eine große Anzahl an verschiedenen
Raumschiffen, welche für viele Piloten das Herzstück des Spiels
darstellen. Sie stehen für den Traum von Freiheit und
Selbstbestimmtheit im Verse'. Für manche sind sie Werkzeuge, für
andere ein Zuhause. Die Schiffe sind mit so viel Liebe und
Details gestaltet, dass man sich in diesen quasi verlieren kann.
Sie sind Prestige-Objekt, ständiger Begleiter und machen für mich
einen Großteil des derzeitigen Spielspaßes aus. Nicht umsonst
sind sie in der Community ständig ein Thema - sowohl für den
netten Plausch zwischendurch, wie auch bei hitzigen Diskussionen.

Doch was meine ich eigentlich mit "klugen
Vermarktungsentscheidungen"? Diese Millionen kommen nicht von
ungefähr. Natürlich spendet man gerne für Projekte, an die man
glaubt und deren Realisierung ein persönlicher Wunsch ist. Doch
spendet der ein oder andere doch mehr, als er vielleicht
eigentlich würde, wenn er durch zeitexklusive Inhalte bei
Konzept-Verkäufen von virtuellen Schiffen oder ähnliches gelockt
wird. Diese sollen zwar keine massive Vorteile im späteren Spiel
bieten, aber die menschliche Psychologie verleitet einen dann
doch gerne zum Kauf. Allerdings ist das den meisten Unterstützern
bewusst und man möchte natürlich, dass die Entwicklung
erfolgreich voranschreitet – dafür gibt man das Geld und bekommt
als Dankeschön ein virtuelles Raumschiff oder einen anderen
Gegenstand. Leider kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine
Schiffe im Spiel mit Ingame-Währung kaufen. Dieser Fakt
verschließt einige Aspekte des Spieles vor Gamern, die in der
Community noch nicht so gut angebunden sind, dass sie Schiffe von
befreundeten Spielern mit größerer Geldbörse ausleihen können.
Andererseits wird Cloud Imperium Games mit den
umstrittenen Schiffsverkäufen womöglich ihre größte
Einkommensquelle einkürzen, sobald die Schiffe im Spiel
erhältlich sind. Ein Abo-Modell ist derzeit nicht geplant und so
bleibt offen, wie das Einkommen von CIG dann
gesichert wird. Sie sollten in den letzten Jahren ein Gespür
dafür entwickelt haben, was sie ihren Unterstützern zumuten
können und was diese verärgert. Glücklicherweise hat die
Community eine gewisse Zugkraft und CIG in der
Regel ein offenes Ohr.

Außerdem sollte man bei diesem ganzen Trubel nicht vergessen,
dass neben dem persistenten Universum von Star
Citizen auch noch dessen eigenständige
Singleplayer-Kampagne namens Squadron 42
entwickelt wird. Diese ist storygetrieben und wird vermutlich
noch vor dem Release des fertigen persistenten Universums
episodenweise veröffentlicht werden.

Regelmäßig scheint Star Citizen technologische
Meilensteine zu bewältigen, Unmögliches zu erreichen und die
Unterstützer zu begeistern. Die Entwicklung schreitet, wenn auch
oft mit Problemen, voran und man darf gespannt sein, was wir noch
alles sehen, hören und vor allem spielen werden.

Letztendlich träumt jeder in seiner eigenen Weise von
Star Citizen und wir hoffen, dass ein Spiel
entsteht, das uns alle glücklich macht. Der hohe Detailgrad, ein
gigantischer Umfang, eine aktive Community und die engagierten
Entwickler machen diese Spielentwicklung zu etwas ganz Besonderem
und sehr Unterhaltsamen. Wer träumen möchte und
Science-Fiction-Games mag, der wird in Star Citizen vielleicht
auch für sich einen schönen Zeitvertreib finden. Ich verbleibe in
freudiger Erwartung auf die nächste Alpha-Version und irgendwann
das fertige Spiel.

Bis bald,

euer Felix.

Besucht auch gerne meinen Blog.

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