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  4. Richter Kapitel 5 - Das Deboralied
Richter Kapitel 5 - Das Deboralied An jenem Tage sang Debora und
Barak Sohn Abinoams, Als die Fürsten in Israel sich fürstlich
bewährten und das Volk ihnen willig [nachzog]: Preiset den Herrn!
Höret, Könige, vernehmet Fürsten: ich will den Herrn preisen, in
Saitenspiel [verkünden den Ruhm] des Herrn, des Gottes Israel. Als
du, Herr, von Sëir auszogst, vom Gefilde Edoms einherschrittest,
bebte die Erde, die Himmel zerflossen, auch die Wolken [hochragende
Berge] zerflossen in Wasser. Berge zerrannen vor dem Herrn, dieser
Sinai [zerrann] vor dem Herrn, dem Gotte Israels. In den Tagen
Samgars des Sohnes Anats, in den Tagen des Jaël, hörten alle
Karawanen auf: die Wegwanderer mußten krumme Pfade aufsuchen. Sie
entbehrten jede Sicherheit in Israel; bis du aufstandst, Debora,
bis du aufstandest, eine Mutter in Israel. [Israel] erkor neue
Götter, da stritt man in [seinen] Städten; ob sich aber Schild und
Lanze fand unter vierzigtausend von Israel? Mein Herz [jubelt]
entgegen den Führern Israels, allen die willig [in den Krieg
gezogen]. Preiset den Herrn! Ihr [Vornehmen], die ihr auf
schimmernden Eselinnen reitet und auf Teppichen sitzet, und ihr
[Geringen], die ihr zu Fuß wandert, sprechet [von Gottes
Ruhmestaten]. Auch die Sützen unter den Hirten, die die Herden
tränken, preisen die Gnade des Herrn, dass er Sicherheit gab
Israel; nunmehr zog das Volk des Herrn in [seine] Städte zum Krieg.
Erhebe, erhebe dich, Debora, erhebe dich und singe ein Lied! Auf,
Barak, führe Gefangene weg, du Sohn Abinoams! Ein kleiner Überrest
[Israel] besiegte ein mächtiges Volk; der Herr verlieh mir Sieg
über Helden. Der Stamm Efraim [stritt] wider Amalek; Benjamin dir
nach unter deinen Schaaren; von Machir zogen die Edlen, von Sebulun
die Schreibkundigen. Die Fürsten von Issachar [zogen] mit Debora,
Issachar war ganz mit Barak, in das Tal wurde sein Fußvolk
entsandt. Aber an den Bächen Rubens [sitzen] lauter weise Männer.1
Warum saßest du zwischen den Hürden, dem Gemecker der Herden
zuzuhören? an den Bächen Rubens [sitzen] lauter Herzensergründer.2
Gilead weilte jenseits des Jordan, warum weilte Dan bei seinen
Schiffen? Asser blieb am Gestade des Meeres, er weilte an seinen
Buchten. [Nur] Sebulun war ein Volk, das sein Leben wagte; auch
Naftali [zog] auf die Höhe des [Schlacht]feldes. Es kamen [auf der
feindlichen Seite] Könige und stritten; es stritten damals alle
Könige von Kanaan. Vom Himmel herab stritt man für uns; die Sterne
stritten von ihren Bahnen mit Sisera. Der Fluss Kischon raffte sie
fort, mächtig war der Fluss Kischon, mit Mut schritt ich einher.
Damals stampften [den Boden] die Hufe der Rosse vom Traben der
[feindlichen] Reiter. Fluchet [der Stadt] Meros, spricht der Bote
des Herrn, verfluchet ihre Bewohner, denn sie sind nicht gekommen
zum Beistand des Herrn, als der Herr [uns] gegen die Heiden
beistand. Gesegnet sei Jaël unter den Frauen, die Frau des Keniten
Heber, unter den Frauen der Zeltbewohner sei sie gesegnet Wasser
verlangte [Sisera], Milch reichte sie ihm; in der Schale der
Oberhirten gab sie ihm Rahm. Aber ihre Hand streckte sie nach dem
Pflock, ihre Rechte um den Ermüdeten zu zermalmen; sie zermalmte
Sisera, sie zerschmetterte und durchbohrte seine Schläfe! Ihr zu
Füßen sank er hin und fiel und blieb liegen, dort wo er hinsank,
fiel der Unglückselige hin. Unterdessen blickte zum Fenster hinaus
und jammerte die Mutter Siseras — durch das Gitter hindurch —:
Warum verspätet sich sein Wagen in der Heimkehr? Warum säumen die
Tritte seines Gespannes? Ihre klugen Edelfrauen entgegnen ihr
darauf, und sie selbst hält sich [tröstende] Reden: Gewiss haben
sie Beute gefunden und verteilt; ein Mädchen oder mehrere Mädchen
für jeden Mann; die Beute bunter Gewänder dem Sisera, Beute von
bunten, gewirkten Gewändern, bunt und doppelgewirkt der Beute für
seinen Hals. So mögen alle deine Feinde zu Grunde gehen, Herr! Die
ihn lieben [mögen sein] wie das Aufleuchten der Sonne in ihrer
Herrlichkeit. Das Land hatte vierzig Jahre Ruhe.

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