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Schinkelkirche Straupitz (Spreewald) - Pfarrer Christoph Hanke

Schinkelkirche Straupitz (Spreewald) - Pfarrer Christoph Hanke

Spreewaldpodcast vor 7 Jahren
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19:54
Christoph Hanke ist Pfarrer in Straupitz. Er ist ein Kind
der Region und es ist nicht die Regel, in diesem Beruf in
seiner Heimat wirken zu dürfen. Dabei wollte er schon
immer gerne auf dem Land arbeiten und kam vor einiger
Zeit - nach längere Abwesenheit - als Pfarrer nach
Straupitz zurück, wo er mit seiner Familie lebt. Dass er
dabei in der bekannten und besonderen Schinkelkirche
arbeiten darf, rundet das Ganze noch ab.

 

Die Kirche ist schon von Weitem zu sehen. Da stellt
sich die Frage, wieso eine solch große und
architektonisch besondere Kirche ausgerechnet in
Straupitz steht. Christoph Hanke kennt die Antwort: die
alte Kirche war damals zu klein für die vielen Gläubigen,
sodass man gezwungen war, eine neue Kirche zu bauen. Zur
Gemeinde gehörten damals acht kleinere Kirchen. Und statt
acht neue zu bauen, entschied man sich halt für eine
große Kirche mit 1.000 Plätzen.

Und wie so oft im Leben spielten auch damals schon
Beziehungen eine Rolle, die dafür sorgten, dass Karl
Friedrich Schinkel als Architekt gewonnen werden konnte.

 

Im Gutsdorf Straupitz war die Familie von Houwald viele
Jahrhunderte ansässig. Der Bruder des Patronatsherrn
lebte als Dichter in Berlin und gehörte zum Freundeskreis
von Schinkel. Aus dem Jahr 1826 ist ein Schriftwechsel
erhalten der belegt, dass Schinkel vorsichtigt angefragt
wurde, ob er sich vorstellen könne, eine große Kirche für
Straupitz zu entwerfen. Schinkel antwortete postwendent –
und schickte nach 14 Tagen die fertigen Entwürfe. Aber er
fragte auch gleich nach, ob für diesen nicht kleinen
Auftrag denn auch die Finanzierung gesichert sei. Dass
war sie natürlich nicht und so setzte Schinkel selbst
sich beim König für den Bau der Kirche ein. Dieser
gewährte das Gnadengeschenk und die Verwaltung gab grünes
Licht. 1828 begann dann der Bau und 1832 wurde die Kirche
eingeweiht.

 

Die Kirche zeichnet sich durch den lichtdurchfluteten
Kirchenraum aus. Es gibt ein sehr großes Kirchenschiff
und große Seitenfenster, insgesamt schon einen
verschwenderischen Raum. Es ist übrigens der größte
Landkirchenbau Schinkels überhaupt.

 

Das Inventar ist im Original erhalten. Im Wesentlichen
konnte die Kirche trotz Kriegsbeschädigungen so erhalten
werden, wie Schinkel sich das vorgestellt hatte. Zunächst
aus politischen, später aus wirtschaftlichen Gründen
erhielt man zu DDR-Zeiten keine Genehmigungen für die
dringend notwendige Sanierung. Die Sperrung des Gebäudes
wegen Baufälligkeit stand zu befürchten. Erst nach 1989
gab es durch Fördermittel die Möglichkeit erfolgreich zu
sanieren und die Kirche so wiederherzurichten, wie sie
heute aussieht.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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