Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 04/19 Podcast
  4. Mimikanalyse bei Patienten mit Zwangsstörung im Vergleich zu gesunden Probanden vor und nach einer Pharmako- und Psychotherapie
Bei vielen Patienten mit einer Zwangsstörung ist die Motorik
gestört, insbesondere bestehen Auffälligkeiten der Gesichtsmotorik.
Um subklinische motorische Auffälligkeiten zu untersuchen, können
kinematische Analysen des Gesichtsausdrucks genutzt werden. Das
Ziel dieser Arbeit war es, Gesichtsbewegungen als Reaktion auf
humorvolle Filmstimuli bei Zwangspatienten zu untersuchen. Es
wurden kinematische Analysen von Gesichtsbewegungen durchgeführt.
Ultraschallmarker an bestimmten Punkten im Gesicht (Mundwinkel
beidseits, untere Augenlieder beidseits) ermöglichten die exakte
Messung von Gesichtsbewegungen, während die Probanden zwei
humorvolle Kurzfilme („Mr Bean“) zu zwei Messzeitpunkten
betrachteten. Es wurden 34 Patienten mit einer Zwangsstörung nach
DSM-IV (19 Männer, 15 Frauen; durchschnittliches Alter
(Standardabweichung): 35,8 (11,5) Jahre; durchschnittlicher
Y-BOCS-Gesamtwert: 25,5 (5,9)) zu zwei Untersuchungszeitpunkten
untersucht, zur Baseline frei von Psychopharmaka und zehn Wochen
später nach Ablauf einer medikamentösen Therapie mit dem selektiven
Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Sertralin in Kombination mit einer
stationären, semi-standardisierten Verhaltenstherapie. Zusätzlich
wurden 34 gesunde Probanden (19 Männer, 15 Frauen;
durchschnittliches Alter (Standardabweichung): 37,5 (13,1) Jahre)
untersucht. Zur Baseline zeigten die Zwangspatienten eine
signifikant langsamere Anfangsgeschwindigkeit beim Lachen sowie
eine signifikant geringere Lachfrequenz als die gesunden
Kontrollen. Es bestand eine signifikante negative Korrelation
zwischen der Lachfrequenz und der Schwere der Zwangssymptome. Zehn
Wochen später kam es zu einer signifikanten Zunahme der
Lachfrequenz und Anfangsgeschwindigkeit des Lachens bei den
Patienten. Die Ausführung adäquater unwillkürlicher
(Lach-)Reaktionen auf humorvolle Stimuli ist demnach bei
Zwangspatienten abnorm langsam und könnte als Ausdruck einer
Hypomimie Basalganglienstörungen zur Grundlage haben. Die
Empfänglichkeit auf emotionale Stimuli ist bei Zwangspatienten
geringer ausgeprägt als bei gesunden Probanden. Dieses Phänomen ist
eng korreliert mit Zwangssymptomen und ist abhängig vom
Gesundheitszustand.
Episode melden

„Mimikanalyse bei Patienten mit Zwangsstörung im Vergleich zu gesunden Probanden vor und nach einer Pharmako- und Psychotherapie“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz