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Als der Historiker Bogdan Musial im Dezember 2015 wieder einmal
durch die Auschwitz-Tagebücher blättert, hat er sich bereits ein
gutes Jahr lang intensiv mit der Untersuchung des Nachlasses von
Großvater Chorin beschäftigt. Und mit einem Mal ist all das
wertlos: Musial stößt in den handschriftlichen Notizen des
Großvaters auf eine Ziffernfolge. Er erkennt sie sofort als
polnische Telefonnummer. Was Musial zusammenzucken lässt, ist die
Anzahl der Ziffern: Es ist eine siebenstellige Nummer. Und
siebenstellige Telefonnummern, da ist er sich sicher, existieren
in Polen erst seit 2001. Da war der angebliche Autor der
Tagebücher allerdings schon seit vielen Jahren tot. Alles, an dem
Musial seit dem Anruf der Gräfin im Januar 2014 gearbeitet hat,
bricht zusammen. Denn mit einem Mal ist klar: Bei den Tagebüchern
handelt es sich um eine Fälschung. Doch wer hat die Fälschung
fabriziert? Und vor allem: warum? Musial muss sich nun als
Detektiv beweisen.

Eine Produktion von Viertausendhertz Studio im Auftrag von
argon.lab

Autorin: Vivien Schütz

Sprecher*innen: Ulrike Hübschmann, Kornelia Boje, Gordon
Piedesack und Denis Elmaci

Aufnahme: Sirko Löschner und Gero von Schneider-Marientreu

Musik: Tomolantic

Sounddesign und Mischung: Johannes Kunz

Grafik: Konstantin Gramalla

Herstellungsleitung: Marie Dippold

Producerin AVE: Sophie Hafner

Produzent: Hendrik Efert

Redaktion argon.lab: Sabine Reichelt

TV-Doku in der ZDF-Mediathek: Abgezockt! Die Auschwitz-Tagebücher

Der Historiker Bogdan Musial hat ein Buch zu diesem Fall und
seiner Forschung über Häftlingsärzt*innen in Auschwitz
geschrieben: Mengeles Koffer – Eine Spurensuche, erschienen 2019
im Osburg Verlag.

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„#4 Die Fälschung“

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