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SG #111: Lufthansa

SG #111: Lufthansa

Slow German vor 10 Jahren
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LufthansaShow Podcast Information Die Lufthansa ist eine der
größten Fluggesellschaften der Welt. Sie wurde 1926 gegründet, als
zwei Fluggesellschaften zusammengefasst wurden. 162 Flugzeuge hatte
die Firma damals, viele davon waren Militärflugzeuge aus dem Ersten
Weltkrieg. Die Heimat der Lufthansa war Berlin, genauer gesagt der
Flughafen Tempelhof, der heute nicht mehr in Betrieb ist, aber den
Berlinern als Park dient. Wenn Ihr Berlin besucht, könnt Ihr auf
dem Rollfeld spazieren gehen! Zu Beginn der Fliegerei flog man wenn
möglich nur bei Tageslicht und gutem Wetter – erst später lernten
die Piloten etwas Neues: Den so genannten Instrumentenflug. Anstatt
auf die eigenen Augen konnten sie sich nun auf die Instrumente im
Cockpit verlassen – und somit auch im Dunkeln fliegen, oder bei
schlechtem Wetter. Instrumente sind in diesem Fall natürlich keine
Musikinstrumente, sondern Anzeigen über die Höhe oder Richtung des
Fluges. Die Lufthansa führte sehr früh Linienflüge ein: Der erste
startete 1926 von Berlin über Halle, Erfurt und Stuttgart nach
Zürich. Die extra für Passagiere ausgestattete Maschine hatte
übrigens schon das weltberühmte Logo auf der Heckflosse: Einen
gelben Kranich auf blauem Grund. Ein Linienflug ist ein Flug, der
nach einem bestimmten Flugplan verkehrt. Er fliegt beispielsweise
immer am Montag um 15 Uhr von London nach München. Das Gegenteil
sind Charterflüge – sie werden zum Beispiel extra vom
Reiseveranstalter für Urlauber gebucht, die nach Mallorca fliegen
möchten. Auch die Flug-Strecken wurden immer weiter – während die
Lufthansa am Anfang noch von einer deutschen Stadt zur anderen
flog, machte man sich nun auf den Weg nach Südamerika und in
ähnlich weit entfernte Regionen. Schon 1928 flog eine Maschine von
Berlin nach Tokio. Der Zweite Weltkrieg bedeutete natürlich auch
für die Lufthansa große Veränderungen. Adolf Hitler bekam im
Wahlkampf ein Flugzeug zur Verfügung gestellt – kostenlos. Dann
wurden fast alle Lufthansa-Flugzeuge in die deutsche Luftwaffe
integriert – die Lufthansa wurde zum Transportunternehmen. Sie
beschäftigte übrigens auch Zwangsarbeiter – wie viele Firmen, die
heute noch existieren. Nach Kriegsende wurde die Lufthansa von den
Alliierten aufgelöst. Genauer gesagt war das damals die alte
„Deutsche Lufthansa AG“.1953 wurde dann die neue Lufthansa
gegründet – sie war zunächst in staatlichem Besitz. 1966 konnte man
dann Lufthansa-Aktien kaufen. 1997 wurde die Lufthansa
privatisiert. Sie hat ihren Sitz in Köln und hat weltweit fast
119.000 Mitarbeiter. 106 Millionen Menschen fliegen pro Jahr mit
der Lufthansa und den Fluggesellschaften, die mittlerweile zu ihr
gehören, wie beispielsweise Austrian Airlines oder Germanwings. Die
Lufthansa selbst hat 272 Passagiermaschinen im Einsatz, davon 14
Airbus A380, also die fliegenden Riesen. Ihre Tochtergesellschaften
haben noch einmal 376 Flugzeuge. Die Maschinen der Lufthansa sind
im Schnitt zehn Jahre alt – da kann man beruhigt einsteigen, oder?
Neben dem Geschäft mit den Passagieren gibt es auch die Fracht –
die Lufthansa transportiert verschiedenste Güter von A nach B,
soweit ich weiß sogar Rennpferde. Leider hatte die Lufthansa schon
einige Unfälle – zum Glück aber seit 1993 keinen mehr. Im
Gedächtnis sind dagegen noch die Entführungen, die es vor allem in
den 70er-Jahren gab: 1977 wurde beispielsweise die
Lufthansa-Maschine „Landshut“ auf dem Weg von Palma de Mallorca
nach Frankfurt entführt, der Pilot wurde ermordet. Es gibt
bedrückende Spielfilme, die diesen Vorfall thematisieren. Im neuen
Jahrtausend gab es zum Glück noch keine Lufthansa-Entführungen –
hoffen wir, dass es so bleibt. Allerdings machte Germanwings
traurige Schlagzeilen, als ein Pilot mitsamt der Maschine und allen
Menschen an Bord Selbstmord beging. Das war erst vor wenigen
Monaten. Die Lufthansa sagte daraufhin ihre Jubiläumsfeier ab – aus
Rücksicht auf die Hinterbliebenen der Opfer. Somit nimmt diese
Folge über die Lufthansa ein trauriges Ende.
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„SG #111: Lufthansa“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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