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Kreisky Forum Talks Archiv

399 Episoden
56 Minuten
Der Außenpolitikexperte Charles Kupchan sieht Amerika auf einer Gratwanderung zwischen Isolationismus, Weltmacht und demokratischen Werten. Eine Diskussion mit Eva Nowotny und Raimund Löw über die Rolle der USA im 21. Jahrhundert.

Diese Episode ist der Mitschnitt einer Online-Veranstaltung im Bruno Kreisky Forum vom 3. Mai 2021.
45 Minuten
Der 1. Mai als Festtag der arbeitenden Klassen erinnert daran, wie aktuell wieder die Kämpfe der Vergangenheit geworden sind.  Nicht Investmentbanker und Wichtigtuer haben das Land am Laufen gehalten, sondern die Beschäftigten in Pflege, in den Supermärkten, die Leute der Müllabfuhr. Wie mehr Gerechtigkeit erkämpft werden kann, bespricht Robert Misik im Bruno Kreisky Forum mit dem leitenden Sekretär des ÖGB Willi Mernyi.
1 Stunde 16 Minuten
„Jeder Mensch hat das Recht auf ein gutes Leben“. Mit dem Publizisten Robert Misik setzte sich der Wiener Altbürgermeister Michael Häupl im Bruno Kreisky Forum zu einem ebenso klugen wie launischen Tour d’Horizon zusammen. Und zwar in Kreiskys Wohnzimmer, in dem Häupl als junger Funktionär die Konflikte mit der Mutterpartei und dem damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky erlebt hat.

Der ehemalige Bürgermeister erzählt wie es ihm vor eineinhalb Jahren bei einer schweren Erkrankung auf der Intensivstation des AKH gegangen ist und er kommentiert die Pandemiebekämpfung der aktuellen Bundesregierung. Michael Häupl ist gegenwärtig als Präsident der Volkshilfe aktiv. Diese Episode ist der Mitschnitt einer Onlineveranstaltung des Bruno Kreisky Forums vom 13. April 2021.
1 Stunde 7 Minuten
Der Schweizer Theatermacher verlegt das Evangelium in die Welt von Flüchtlingen und Migranten in Süditalien. Ein Gespräch mit Robert Misik im Bruno Kreisky Forum. Diese Episode ist der Mitschnitt einer Online-Veranstaltung vom 17. März 2021.
25 Minuten
Seit Jahren werden Menschen beim Versuch, die Grenze zwischen Bosnien-Herzegowina und Kroatien zu übertreten, gewaltsam daran abgehalten und zurückgedrängt. Am 23. Dezember 2020 gipfelte sich die humanitäre Krise in den Flammen des IOM-Camps Lipa, das rund 25 Kilometer entfernt von Bihać versteckt hinter einer Waldlandschaft liegt. Das Camp war als Übergangslösung für rund 1400 Menschen gedacht und bestand aus mehreren Mannschaftszelten. Die IOM entschied sich nach mehreren Ankündigungen zurück zu ziehen – mit fatalen Folgen: 1400 Menschen sind nun mit der bitteren Kälte des bosnischen Winters konfrontiert.

Im Gespräch mit Falter-Chefreporterin Nina Horaczek erzählt Hasan Ulukisa, der als Aktivist bei SOS Balkanroute humanitäre Hilfe in den Flüchtlingscamps in Bosnien und Herzegowina leistet, von seiner Arbeit.

Diese Episode ist ein Mitschnitt einer Online-Veranstaltung vom Bruno Kreisky Forum Wien vom 1. März 2021.
49 Minuten
Was ist von diesem März 1938 geblieben, vom Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, Hitler in Wien, Gewalt, Terror und Euphorie auf den Straßen? Tage des Schreckens für die einen, der Resignation und der Hoffnungen für die anderen? Das Leben der Österreicher wurde von einem Tag auf dem anderen umgestürzt. Wie präsent die Ereignisse rund um den "Anschluss" nachwievor sind, diskutiert die Historikerin Helene Maimann mit dem Schriftsteller Philipp Blom. Diese Podcast-Episode ist ein Mitschnitt einer Online-Veranstaltung des Bruno Kreisky Forum Wien vom 12. März 2020.
55 Minuten
Hochkultur in der Pandemie. Bogdan Roščić, Direktor der Wiener Staatsoper, und der frühere SPÖ-Kulturpolitiker Rudolf Scholten sezieren die Opernwelt in den Zeiten von Corona. Diese Episode ist der Mitschnitt einer Veranstaltung des Bruno Kreisky Forums vom 6. März 2021.
46 Minuten
Hanno Loewy, Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems, und der israelische Ex-Politiker Avraham Burg sezieren in der Pandemie die politischen Trends in Israel und Europa. Eine Veranstaltung des Bruno Kreisky Forums vom 24. Februar 2021 in englischer Sprache.
49 Minuten
Robert Misik in conversation with James Galbraith

The global Covid-19 pandemic has effected a revolution in world economic affairs. The liberal (or more properly, neo-liberal) economic systems of Europe, North America and Latin America have handled the crisis poorly. China, Vietnam, South Korea, Taiwan and Cuba have done remarkably well. Why is this so? What does it portend?

James Galbraith argues that it was precisely the most celebrated features of the liberal Western systems – decentralization, post-industrialism, the hegemony of finance and advanced technologies, reliance on markets, willingness to trade public health against economic objectives – that brought them low in the face of the pandemic. Success occurred in those countries that mounted an immediate, centralized public health response, that could effectively lock down in whole or part, that were willing to sacrifice all economic activity temporarily to public health, and that dominated the production of basic manufactures such as personal protective equipment and so were able immediately to underpin behavioral mandates with material capacity. It was a matter, in other words, of whether it was possible to mobilize the whole society to protect public health, or not.

Looking forward, the new Biden administration in the United States will launch a large, coordinated public health initiative, together with patchwork fiscal assistance and income support, to get the United States through the immediate crisis. Success is far from certain. And in the aftermath, even if the pandemic is contained over the next year, the American (and European) economic model will face a profound restructuring in three major areas: the advanced sectors, which provide US strength in world trade; the services sectors, which provide the jobs; and the financial sector, as unpayable private debts will have to be written down.

James Kenneth Galbraith is an American economist, with a chair at the Lyndon B. Johnson School of Public Affairs, the University of Texas at Austin. He has advised political campaigns in America and governments in China and Greece. He served in the early 1980s as Executive Director of the Joint Economic Committee of the United States Congress. His father, John Kenneth Galbraith, was one of the most celebrated economists of all time, and a participant and adviser in US governments from Roosevelt through Kennedy and Johnson.

Robert Misik, Author and Journalist

ZOOM Live Talk, February 1, 2021
54 Minuten
Der fanatische Hitler-Bewunderer Baldur von Schirach träumte von einem faschistischen Europa und ließ die Wiener Juden in die Todeslager deportieren. 1946 wurde er in Nürnberg zu 20 Jahren Haft verurteilt. 

Der Historiker Oliver Rathkolb beleuchtet wenig bekannte Details im Gespräch mit Cathrin Kahlweit (Süddeutsche Zeitung).

Sein aktuelles Buch über den ehemaligen Reichsjugendführer des NS-Regimes und Gauleiter von Wien, Baldur von Schirach, wurde von einer Experten- und Expertinnenjury in die Top 5 bei der Wahl zum Wissenschaftsbuch des Jahres nominiert.  

Oliver Rathkolb:

Schirach – Eine Generation zwischen Goethe und Hitler.

Molden Verlag, Wien 2020; ISBN 978-3-222-15058-6, 352 S., 32,– €

Diese Episode ist ein Mitschnitt einer Online-Veranstaltung des Bruno Kreisky Forum Wien vom 26.1.2021.
38 Minuten
Tausende Demonstranten und zahlreiche Verhaftungen werden aus Russland gemeldet. Aus der Haft greift Alexei Nawalny , der wichtigste Oppositionelle Russlands, den russischen Präsidenten mit Enthüllungen über Korruption und das Luxusanwesen auf der Krim frontal an.

Im Podcast mit Raimund Löw sind die Russlandexpertin und Enkelin des früheren Parteichefs Nina Chruschtschowa (Moskau), der Europaabgeordnete Andreas Schieder (Wien-Brüssel) und Osteuropaexpertin Susan Stewart von der Stiftung für Wissenschaft und Politik (Berlin) zur aktuellen Lage zu hören.
1 Stunde 11 Minuten
Henri Barkey in conversation with Walter Posch

AFTER THE US-ELECTIONS. PERSPECTIVES ON TURKEY, NATO AND THE MIDDLE EAST REGION  

Henri J. Barkey is an adjunct senior fellow for Middle East studies at  the Council on Foreign Relations, New York, and the Bernard L. and  Bertha F. Cohen Chair in International Relations at Lehigh University,  Pennsylvania. At CFR he works on the strategic future of the Kurds in  the Middle East. Previously he was the Director of the Middle East  Center at the Woodrow Wilson Center for International Scholars  (2015-2017). Currently he also serves as the chair of the Academic  Committee on the Board of Trustees of the American University in Iraq,  Sulaimani. He has written extensively on Turkey, the Kurds and other  Middle East issues.   

Walter Posch, Iranist and Islamic Scholar, Institute for Peace Support  and Conflict Management, National Defense Academy, Austria
59 Minuten
Wer Politik mit Angst macht, der glaubt immer zu gewinnen. Das gilt für Donald Trump in den USA genauso wie für die große Schar der Rechtspopulisten in Europa. Was an Beleidigungen und Ausgrenzungen von Minderheiten, an Verlogenheiten noch vor wenigen Jahren undenkbar war, ist heute in den Mainstream vorgedrungen. Für Lügen muss man sich nicht mehr entschuldigen, sie werden als Mittel zum Protest gegen sogenannten Eliten geschätzt.

Die Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak im Gespräch mit dem Historiker Philipp Blom.

Diese Episode ist der Mitschnitt einer Veranstaltung des Bruno Kreisky Forums Wien vom 16. November 2020.
1 Stunde 25 Minuten
Zwischen Empathie und Angst – Flucht,  Migration und die Zukunft von Asyl   

„Widerlegt sowohl ‚linke‘ wie ‚rechte‘ Klischees der Migrationsdebatte.“  Frankfurter Allgemeine Zeitung   

„Ob dieses Buch etwas bewirkt? Es ist viel gewonnen, wenn es alle lesen,  die in der Migrationsdebatte mitreden und -denken möchten.“ Süddeutsche  Zeitung   

Kein anderes Thema hat die europäische Politik in den letzten Jahren so  beeinflusst wie die Debatte um Geflüchtete, Asyl und Migration. Dabei  wird die Diskussion dominiert von Schlagworten, falschen  Tatsachenbehauptungen und Scheinlösungen. Gerald Knaus erklärt in seinem  im Oktober 2020 im Piper-Verlag erschienenen Buch »Welche Grenzen  brauchen wir?«, worum es tatsächlich geht, und zeigt, dass humane  Grenzen möglich sind.  Der Migrationsexperte, dessen Analysen Regierungen in ganz Europa  beeinflusst haben, erläutert, welche Grundsatzprobleme wir dafür lösen  müssten und wie aus abstrakten Prinzipien mehrheitsfähige umsetzbare  Politik werden kann. Er erklärt außerdem, warum das vielen  Gesellschaften schwerfällt und selbst viele Bürger mit widersprüchlichen  Emotionen ringen – hier Empathie, da Angst vor Kontrollverlust – und  wie eine Politik, die Fakten und Emotionen ernst nimmt, möglich wird.   

Gerald Knaus, Soziologe und Migrationsforscher, ist Gründungsdirektor  der Denkfabrik European Stability Initiative (ESI). Er berät Regierungen  und Institutionen in Europa bei den Themen Flucht, Migration und  Menschenrechte. Gerald Knaus studierte Philosophie, Politik und  Internationale Beziehungen in Oxford, Brüssel und Bologna, ist  Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations und war für  fünf Jahre Associate Fellow am Carr Center for Human Rights Policy der  Harvard Kennedy School – John F. Kennedy School of Governance in den  USA. Gerald Knaus lebt in Berlin.   

Hanno Loewy, Literatur- und Medienwissenschaftler, Publizist und  Direktor des Jüdischen Museums Hohenems.   

Gerald Knaus: Welche Grenzen brauchen wir? Zwischen Empathie und Angst -  Flucht, Migration und die Zukunft von Asyl  Erschienen am 12.10.2020 im Piper-Verlag, 336 Seiten, EAN  978-3-492-05988-6  

ZOOM Live Talk 23.11.2020
1 Stunde 8 Minuten
THE DEFICIT MYTH Why states can – and must – afford substantial economic stimulus programs   

Stephanie Kelton, US-American economist  in conversation with Robert Misik, author and journalist  

The global economy is in a serious crisis, with governments launching programs to rescue companies and stabilize the economy. Budget deficits are reaching substantial amounts. Are government bankruptcies or hyperinflation looming on the horizon?  Stephanie Kelton takes a refreshing, systematic –and eye-opening – perspective at government spending. The question, she argues, is not what a state may afford, as unlike private households it can afford anything. The question is what a state is supposed to deliver. The wealth of a society is measured in terms of prosperity, job security, the production of goods, and inclusive social welfare of all citizens. Economies cannot "save themselves rich", they can only "invest richly". Therefore, a sole focus on the budgetary deficits is misplaced. Globally, we observe a new macroeconomic paradigm emerging; one, which considers "budgetary discipline" as secondary to impact. The "Modern Monetary Theory", of which Stephanie Kelton is the most prominent representative, constitutes a radical manifestation of this new consensus with a strong potential to shake up the political agenda. Having worked for Bernie Sanders in the US Senate and in her present function as one of Joe Biden's economic advisors Kelton is well positioned to influence decision makers. 

Stephanie Kelton´s book "The Deficit Myth" has been on the New York Times bestseller list for months.  

Sephanie Kelton is an US-American economist. One of the leading representatives of Modern Monetary Theory, she is also a supporter of the idea of job guarantees. During the primaries for the US presidential election in 2016, she was one of the advisors and supporters of Bernie Sanders' campaign. Before that, she was already his chief economist on the Senate Budget Committee. Kelton is a professor at the State University of New York at Stony Brook.  

Stephanie Kelton The Deficit Myth: Modern Monetary Theory and How to Build a Better Economy

Publisher: John Murray; Number of Pages: 336; 23,30 €