Städel Mixtape Archiv
66 Episoden
38 Minuten
Wer war Maria Magdalena wirklich? In der neuen Folge des STÄDEL MIXTAPE begegnen wir Pierre Puvis de Chavannes’ Gemälde „Maria Magdalena in der Wüste (Madeleine à la Sainte-Baume)“ (1869). Allein steht Maria Magdalena in einer kargen Felslandschaft, über ihrem Kopf, kaum sichtbar, ein Heiligenschein. In der Hand hält sie einen Totenschädel. Das Bild lässt offen, welche Magdalena wir hier eigentlich vor uns sehen. Kaum eine Figur wurde über die Jahrhunderte so vielschichtig umgedeutet wie sie – die erste Zeugin der Auferstehung und die büßende Sünderin sind nur zwei ihrer vielen Gesichter. Wie konnte aus einer der engsten Vertrauten Jesu eine Sünderin werden? Warum begleitet sie das lange, offene Haar durch die Kunstgeschichte? Und was erzählt die Legende von ihrem dreißigjährigen Rückzug in eine Höhle über unsere eigene Sehnsucht nach Stille? Mit Musik von unter anderem FKA Twigs, Lady Gaga, Johnny Cash, Joni Mitchell und Sevdaliza folgen wir den vielen Spuren, die Maria Magdalena durch Kunst, Legenden und Musik gezogen hat – und fragen, wie ihre Figur bis heute immer wieder neu gedeutet, umgeformt und konstruiert wurde. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
40 Minuten
Zwischen digitaler Bilderflut und malerischer Präzision: In der neuen Folge des STÄDEL MIXTAPE begeben wir uns auf Spurensuche in Corinne Wasmuhts monumentalen Gemälde „Barrier“ (2008). Ein riesiges Bild aus pastellfarbenen Linien, sich überlagernden Formen und rätselhaften Fragmenten. Doch was sehen wir hier überhaupt? Einen Park? Eine digitale Welt? Eine Stadt? Zwischen Computercollage und Ölmalerei entfaltet sich ein beinahe surreales Panorama. Was hat es mit den türkis-weißen Mülleimern auf sich? Und wie führen uns Spuren bis nach Peking? Mit Musik von unter anderem Aphex Twin, DJ Shadow, The Books, Laufey und Conrad Schnitzler nähern wir uns einer Künstlerin, die unser Tempo radikal hinterfragt und zeigt, dass mehr Bilder nicht automatisch mehr Klarheit bedeuten. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
34 Minuten
Ein Blick in den Spiegel und auf weibliche Selbstbestimmung! In der neuen Folge des STÄDEL MIXTAPE begegnen wir dem Gemälde „Russisches Mädchen mit Puderdose“ (1928) von Lotte Laserstein. Eine junge Frau mit roten Lippen und Bubikopf blickt in den Spiegel – doch hinter diesem scheinbar alltäglichen Moment verbirgt sich eine Geschichte über Emanzipation, neue Freiheiten und die Umbrüche der 1920er-Jahre. Was hatte Make-up mit weiblicher Emanzipation zu tun? Warum war die Frisur "Bubikopf" damals so provokant? Und wie fand dieses Berliner Gemälde über Schweden seinen Weg ins Städel? Mit Musik von unter anderem No Doubt, Billy Joel, Marlene Dietrich und Little Simz nähern wir uns dem Werk einer Künstlerin, deren Biografie zeigt, wie eng Kunst und gesellschaftlicher Wandel zusammenhängen. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
37 Minuten
Eine Heilige, die nicht in der Bibel steht und ein rätselhafter flämischer Meister, der bis heute nicht eindeutig identifiziert ist. In dieser Folge des STÄDEL MIXTAPE tauchen wir ein in die Kunst des 15. Jahrhunderts: Die Tafel Heilige Veronika (ca. 1428–1430) vom sogenannten Meister von Flémalle – möglicherweise Robert Campin. Abgebildet ist eine ältere Frau in prunkvollem Gewand, die zärtlich ein fast durchsichtiges Tuch hält, darauf das Antlitz Jesu. Doch das Bild steckt voller Rätsel: Wer war der Künstler? Warum wachsen Heilpflanzen und symbolträchtige Blumen zu Füßen der Heiligen? Und was hat all das mit einem Brokatvorhang, hölzernen Trippelschuhen und einem wandelbaren Altar zu tun? In der neuen Folge gehen wir diesen Fragen nach und schauen genau hin. Musikalisch begleitet wird diese Folge unter anderem von Ethel Cain, Franz Liszt und Bonnie Raitt. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
38 Minuten
Tausendmal das Gleiche wird zu etwas Neuem. In dieser Folge des STÄDEL MIXTAPE widmen wir uns dem Werk Glücksklee (1969) von Thomas Bayrle: Aus 4.200 identischen Dosen der Marke Glücksklee formt der Künstler eine monumentale Skulptur – ein dichtes Gefüge, in dem Konsum- und Gesellschaftskritik durch die Anordnung (fast) immer gleicher Dosen miteinander verwebt werden. Warum die Marke Glücksklee? Was hat das Werk mit Wirtschaftswunder, Werbung und dem Verhältnis von Individuum und Masse zu tun? Und welche Rolle spielen Bayrles Erfahrungen als gelernter Weber? In der neuen Folge gehen wir diesen Fragen nach, entdecken die Welt von Bayrles „Superformen“ und erfahren, wie aus Alltagsgegenständen Kunst wird. Musikalisch begleitet wird diese Folge unter anderem von Max Cooper, Stereolab, Prince und Radiohead. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
41 Minuten
Eine Schablone, eine Anleitung, ein Dreieck – so simpel und doch so komplex. In dieser Folge des STÄDEL MIXTAPE widmen wir uns dem Werk Blaues Dreieck (1969) von Blinky Palermo: Ein blaues Dreieck über einer Tür – und die Frage, welche Idee dahinter steckt? Warum diese Form? Warum Blau? Und wer war eigentlich Blinky Palermo? In der neuen Folge gehen wir diesen Fragen nach, tauchen in die Kunstgeschichte ein und entdecken die Gedanken eines Künstlers, der aus Einfachheit ein ganzes Universum entwickelt. Musikalisch begleitet ist diese Folge unter anderem von The Doors, Thelonious Monk und Beck. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
39 Minuten
Gischt im Gesicht, Salz auf der Zunge – hier kommt die Natur mit voller Wucht. Eine Welle türmt sich auf, gleich wird sie brechen und uns mitreißen. Gustave Courbets „Die Woge“ (1869/70) ist kein idyllisches Seebild, sondern ein Naturschauspiel ohne schützende Distanz. In dieser Folge des STÄDEL MIXTAPE tauchen wir in die Fluten ein – und suchen nach Antworten: Was macht diese Welle so besonders? Was hat sie mit Claude Debussy, Lana Del Rey und Étretat, einem Fischerdorf in der Normandie, zu tun? Mit Musik von James Blake, Chopin und M83 stürzen wir uns in die tosende See. Jetzt hören! Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
39 Minuten
Ein Raum, kein Ausgang, Gegenstände überall. Im Chaos entdeckt ihr Füße, Blutflecken, Schlüssel. Das ist kein gewöhnliches Zimmer. Hier ist etwas passiert. Max Beckmanns Aquarell "Der Mord" (1933) eröffnet den Blick auf einen Tatort ohne Täter, voller widersprüchlicher Spuren. In dieser Folge des STÄDEL MIXTAPE nähern wir uns dem Bild wie einem True-Crime-Fall und werden selbst zu Ermittlern. Vier Szenarien, eine Frage: Was ist hier geschehen – oder bleibt Beckmanns Werk ein Cold Case? Musikalisch begleitet wird unsere Spurensuche unter anderem von Ella Fitzgerald, Sade und Childish Gambino. Jetzt hören! Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
48 Minuten
Strahlendes Gold & geheime Zeichen – In der neuen Folge des Städel Mixtape nehmen wir ein über 650 Jahre altes Gemälde voller verborgener Botschaften in den Blick: Barnaba da Modenas „Madonna mit Kind“ von 1367. Vor goldenem Grund begegnen uns Maria und das Jesuskind mit direktem Blick. Doch nichts in diesem Bild ist zufällig: Warum greift das Kind nach seinem Fuß? Welche Bedeutung haben die Zeichen, Muster und Schriftfragmente auf den Gewändern? Und was bedeutet das Gold eigentlich? Gemeinsam entschlüsseln wir die Codes dieser zutiefst christlich geprägten Bildwelt des Mittelalters – musikalisch begleitet von Stevie Wonder, dem Bridges Kammerorchester und Animal Collective. Jetzt hören! Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
40 Minuten
Vom einfachen Foto zum ikonischen Kunstwerk! In der neuen Folge des STÄDEL MIXTAPE betrachten wir ein Werk des bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstlers: Gerhard Richters „Betty“ (1991). Das Bild des Mädchens im rot-weißen Bademantel bleibt rätselhaft: Wer ist Betty und warum wendet sie sich vom Betrachter ab? Auf der Suche nach Antworten tauchen wir ein in Richters Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte und in seinen berühmten „Atlas“, ein Archiv aus Schnappschüssen, Medienbildern und persönlichen Erinnerungen. Dazu gibt’s eine sorgfältig kuratierte Playlist – von Jamila Woods über The Mamas & The Papas bis hin zu Rosalía – jetzt hören! Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
39 Minuten
Es ist Apfelsaison! In der neuen Folge des STÄDEL MIXTAPE dreht sich alles um den Apfel – als beliebter Snack, starkes Symbol in der Kunstgeschichte und wiederkehrendes Motiv in Stillleben und Gemälden. Wir tauchen ein in die Welt von Carl Schuch, entdecken die Bedeutung des Apfels vom Sündenfall in der Bibel bis zur modernen Kunst und lassen uns musikalisch von Kaina, Imogen Cooper und Say She She begleiten. Ein Happen Kunst, Musik und Genuss wartet auf euch – jetzt reinhören! Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
45 Minuten
Berlin, 13. August 1961: Über Nacht wird aus einer offenen Stadt eine abgeriegelte. Stacheldraht, Wachtposten, abrupte Trennungen – der Bau der Berliner Mauer verändert alles. Der amerikanische Fotograf Will McBride ist am nächsten Tag vor Ort und hält einen Moment fest, der zum Sinnbild für den Mauerbau wird. In der aktuellen Folge des STÄDEL MIXTAPE schauen wir auf ein ikonisches Foto, auf McBrides Blick auf Deutschland und auf eine Stadt im Ausnahmezustand. Passend zum Tag der Deutschen Einheit erinnert uns diese Folge daran, welche Mauern überwunden wurden – Musikalisch werden wir auf dieser Reise begleitet von David Bowie, Wolf Biermann, Wa22ermann. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
44 Minuten
„Die Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft“ – Edvard Munch bringt hier auf die Leinwand, was der österreichische Schriftsteller Franz Grillparzer so treffend formulierte. In seinem Bild "Eifersucht" verstricken sich drei Figuren in einem Netz aus Blicken, Farben und unausgesprochenen Gefühlen. Nähe kippt in Besitz, Sehnsucht in Schmerz. Doch warum schimmern die Gesichter gelb und grün? Und welche Rolle spielte Munch selbst in dieser Geschichte? Das Städel Mixtape lädt euch ein zu einer Spurensuche nach einer Emotion, die fasziniert, verletzt und uns alle irgendwann betrifft – musikalisch begleitet von Blur, Miles Davis oder Nancy Sinatra. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
43 Minuten
Wie ein Wimmelbild voller Artenvielfalt, lebendig und doch erstaunlich still: Ein Elefant trompetet, ein Bär brummt, ein Pferd wiehert. Statt Chaos herrscht eine seltsame Harmonie. Mittendrin: eine Figur mit einer Lyra – Orpheus. Der mythische Musiker, der mit seinem Spiel selbst wilde Tiere bezwingen konnte. Genau diese Szene zeigt Roelant Savery in seinem Gemälde "Orpheus unter den Tieren" von 1610. Warum war dieses Motiv im Barock so populär? Was verrät es über das Verhältnis von Mensch, Natur und Kunst? Und welche Rolle spielt die Musik in all dem? Antworten darauf gibt’s in dieser Folge des STÄDEL MIXTAPE. Musikalisch begleitet von Johann Sebastian Bach oder Arcade Fire. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de
33 Minuten
Was passiert, wenn der Tod tanzt – in Hüftkettchen und Bustier? In dieser Folge des Städel Mixtape schauen wir auf Marc Brandenburgs Zeichnung „Der Tod, hinausblickend“ und entdecken dabei eine ungewöhnliche, vielschichtige Darstellung des Unausweichlichen. Zwischen Clubkultur und Endlichkeit, zwischen schwarzer Kutte und queerer Perspektive. Wie klingt ein Flirt mit dem Tod? Vielleicht wie MGMTs „I Love You Too, Death“ – zärtlich, ruhig, fast versöhnlich. Genau so nähern wir uns in dieser Folge des STÄDEL MIXTAPE Brandenburgs Werk: offen, neugierig und ganz ohne Angst. Gestalte die nächste Folge mit, Musikwünsche sind willkommen. Mail an mixtape@staedelmuseum.de Mehr Infos unter mixtape.staedelmuseum.de