Wildnis schafft Wissen Archiv
25 Episoden
41 Minuten
Über 2.300 Schmetterlingsarten tummeln sich im Bayerischen Wald. Schmetterlingskenner, wie Rudolf Ritt, vom Naturwissenschaftlichen Verein Passau, haben die verschiedenen Arten über viele Jahre dokumentiert und in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Bayerischer Wald eine umfangreiche wissenschaftliche Broschüre veröffentlicht. Bei einer kleinen Wanderung im Reschbachtal in Mauth gibt der Fotograf spannende Einblicke in die Entstehung des umfangreichen Werks und in die farbenfrohe Welt der heimischen Schmetterlinge. Kommt mit!
43 Minuten
Über 100 Jahre galt der Urwaldreliktkäfer Peltis grossa als verschollen, bis vor einigen Jahren der Sensationsfund gelang. Inzwischen können Wissenschaftler, wie Jakob Andreä, der auch das grenzüberschreitende Forschungsprojekt Beetle Trees betreut, ihn wieder häufiger in den wilden Nationalparkwäldern entdecken und ihn deshalb auch genauer erforschen. Bei einer abendlichen Suche am Rande des Nationalparks Bayerischer Wald hat ihn Podcasterin Julia Reihofer begleitet und dabei nicht nur einige der einst so seltenen Käfer entdecken können, sogar eine Paarung der noch wenig erforschten Urwaldart konnte dokumentiert werden. Unbedingt reinhören!
29 Minuten
Der Biber wird gerne als "Baumeister" oder "Bauingenieur" der Natur bezeichnet und das nicht ohne Grund. Wie kaum ein anderes Säugetier, versteht es der Biber seine Lebensräume zu gestalten. Damit bringt er nicht nur Wasser in die Landschaft zurück, auch zahlreiche Arten siedeln sich gern in diesen Feuchtgebieten an. Beim grenzüberschreitenden Forschungsprojekt BIOBeaver der Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava untersuchen Wissenschaftler nun ganz genau, was der Biber für das Ökosystem leistet. Forscherin Lucia Jobst nimmt uns im Podcast mit in eines der größten Biberreviere des Nationalparks Bayerischer Wald und gibt einen spannenden Einblick in ihre Aufgaben und in das Leben der Biber. Jetzt reinhören!
42 Minuten
Ihre meist aus Tannen- und Fichtennadeln errichteten Hügelbauten kennt wohl jeder. Über das Leben und die Bedeutung von Waldameisen im Ökosystem Wald wissen die meisten wahrscheinlich aber relativ wenig. Im Rahmen eine EU-weiten Forschungsprojektes untersucht Melvin Opolka von der Uni Bayreuth Waldameisen in Deutschland und einigen anderen Ländern und war dabei auch im Nationalpark Bayerischer Wald unterwegs. Was er dabei Spannendes und teilweise Überraschendes herausgefunden hat, könnt ihr euch in Folge 3 der aktuellen Wildnis schafft Wissen-Staffel anhören.
39 Minuten
Wälder sind sehr dynamische Ökosysteme. Ob durch Borkenkäfer, Sturm oder andere natürliche Prozesse, unterliegt auch der wilde Nationalparkwald ständigen Veränderungen. Um diese Entwicklungen wissenschaftlich zu untersuchen und auch Aussagen für die Zukunft der Wälder zwischen Großem Falkenstein und Lusen treffen zu können, findet im Nationalpark Bayerischer Wald in regelmäßigen Abständen eine Waldinventur statt. Forscher, wie Isabelle Klein, waren 2024 viele Monate im Schutzgebiet unterwegs, um etwa die Zahl der Bäume und deren Zustand zu dokumentieren. Desweitern wurde unter anderem auch das Totholzvorkommen und die Anzahl nachwachsender Bäume erfasst. Welche Methoden dabei angewandt wurden, erklärt die Wissenschaftlerin in Folge zwei des Wildnis schafft Wissen-Podcasts. Auch Christine Hechtl hilft bei der Waldinventur und ist zudem für das aktuelle Forschungsprojekt AI Klima zuständig. Dabei versucht die Wissenschaft mit Hilfe von Fernerkundungsdaten und Künstlicher Intelligenz mögliche künftige Gefahren für Wälder voraussagen zu können. Wie genau das funktioniert und welche Techniken dabei zum Einsatz kommen, erfahrt ihr im Podcast! Jetzt reinhören!
27 Minuten
Mit Soundrekordern und Künstlicher Intelligenz sind Wissenschaftler des Nationalparks Bayerischer Wald der heimischen Vogelwelt auf der Spur, in dieser Folge speziell den Auerhühnern. Zusammen mit dem Forschungsmitarbeiter, Jens Schlüter, ist Podcasterin Julia im Spätwinter zu einem bekannten Auerhahnbalz an der Grenze zu Tschechien unterwegs. Hier soll die Balz der Auerhähne und anderen Vogelarten akustisch untersucht werden. Dies geschieht im Rahmen des Forschungsprojekts "RangerSound", das der Nationalpark zusammen mit der Universität Würzburg und der Technischen Universität Chemnitz durchführt. Forscher und Ranger hängen dabei Soundboxen in die wilden Nationalparkwälder, um die Tiere störungsfrei und rund um die Uhr belauschen zu können. Bei der Auswertung der verschiedenen Vogelstimmen kommt KI zum Einsatz. Was die Forscher bereits herausgefunden haben hört ihr in der neuen Folge von Wildnis schafft Wissen - Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald.
58 Minuten
„All about Borkenkäfer“ lautet der Titel der siebten Folge von Wildnis schafft Wissen – Spezial. Zum Abschluss der Reihe gibt es eine Sonderfolge, live aufgenommen beim ersten Podcastfestival in Passau. Der stellvertretende Nationalparkleiter Jörg Müller und Podcasterin Julia Reihofer gaben dem Publikum dort einen tiefen Einblick rund um die Borkenkäfer, das dafür notwendige Management und die Chancen, die sich für die natürliche Waldentwicklung daraus ergeben. Den thematischen Rundumschlag am besten jetzt gleich anhören!
31 Minuten
Wie entwickeln sich die Wälder im Nationalpark? Und wie reagieren sie auf Störungen durch Borkenkäfer oder Stürme? Sowie zunehmend auch auf den Klimawandel? Ein bewährtes Mittel dies langfristig beobachten zu können, ist die Waldinventur, die wir uns in Folge 6 genau zeigen lassen.
31 Minuten
WILDNIS SCHAFFT WISSEN, die beliebte Podcast-Serie aus dem Nationalpark Bayerischer Wald ist zurück mit einem „Spezial“ zum Borkenkäfer. Obwohl nur wenige Millimeter groß, kann der Ips typographus das Ökosystem Wald in großem Maße beeinflussen. Doch was passiert, wenn der Borkenkäfer nicht bekämpft wird und sich der Wald dynamisch und ganz natürlich entwickeln darf, so wie auf über 75 Prozent der Fläche des Nationalparks Bayerischer Wald?
18 Minuten
WILDNIS SCHAFFT WISSEN, die beliebte Podcast-Serie aus dem Nationalpark Bayerischer Wald ist zurück mit einem „Spezial“ zum Borkenkäfer. In Folge 4 stellen wir euch eine tolle Innovation Made im Nationalpark vor, das streifenförmige Entrinden, oder umgangssprachlich auch Schlitzen.
17 Minuten
Ziel des Borkenkäfermanagements in der Managementzone des Nationalparks Bayerischer Wald ist es, eine Ausbreitung auf umliegende Privatwälder zuverlässig zu verhindern. Gleichzeitig muss dabei aber auf besondere Lebensräume und streng geschützte Arten achtgegeben werden, wie zum Beispiel den seltenen Dreizehenspecht. Doch was passiert, wenn dieser auf einer vom Borkenkäfer befallenen Fläche brütet, obwohl dort eigentlich Borkenkäfermanagement betrieben werden soll? Nationalparkranger Mario Schmid und Jochen Linner von der Nationalparkverwaltung nehmen uns mit auf eine wahrlich wilde Entdeckertour.
19 Minuten
Den Borkenkäfer bekämpfen und dem Wald trotzdem etwas Wichtiges zurückgeben. Das geschieht, wenn in der Managementzone des Nationalparks Bayerischer Wald sogenannte Debarking-Harvester zum Einsatz kommen. Durch diese noch relativ junge Methode des Borkenkäfermanagements ist es möglich, befallene Fichten effektiv aufzuarbeiten und den Wald gleichzeitig mit wertvollem Totholz anzureichern, indem das Holz im Wald verbleibt. Wie das genau funktioniert und was das der Natur bringt, erklären wir euch in der neuesten Folge, in der wir Harvesterfahrer Alois Ruderer über die Schultern schauen.
19 Minuten
WILDNIS SCHAFFT WISSEN, die beliebte Podcast-Serie aus dem Nationalpark Bayerischer Wald, ist zurück und zwar mit einem „Spezial“ zum Borkenkäfer. Kaum ein anderes Thema hat die Geschichte des ältesten und größten Waldnationalparks in Deutschland so geprägt, wie der Ips typographus. In mehreren Folgen wird beleuchtet, warum sich der kleine Käfer plötzlich massenhaft vermehren kann, wo, wie und warum im Nationalpark Bayerischer Wald Borkenkäfermanagement betrieben wird und welche Rolle der Borkenkäfer bei der natürlichen Waldentwicklung und für seltene Arten spielt.
25 Minuten
Die Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava stellen von der Landschaftsökologie her eine Einheit dar. Letztendlich ist nur durch Zufall eine Grenze dazwischen. Diese stellt jedoch kein Hindernis bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mehr da, denn die beiden Verwaltungen arbeiten sehr gut zusammen und sind auf einem guten Weg, eine grenzenlose Waldwildnis zu schaffen. Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, erklärt in der zwölften Folge des Podcasts „Wildnis schafft Wissen – Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald“, welche Bemühungen diesseits und jenseits der Grenze laufen, um die beiden Schutzgebiete in die gleiche Richtung zu entwickeln. Außerdem spricht er mit der Journalistin Julia Reihofer über den ständig zunehmenden Besucheransturm und Konzepte, wie man Tourismus naturverträglich gestalten kann.
24 Minuten
Totholz ist voller Leben – dem kann Prof. Claus Bässler nur zustimmen. In der elften Folge des Podcasts „Wildnis schafft Wissen – Forschung im Nationalpark Bayerischer Wald“ gibt er Journalistin Julia Reihofer einen Einblick in seine Forschungsarbeit. Fest steht: Ohne die richtige Weichenstellung vor Jahrzehnten gäbe es keine Forschungen zum Thema „Totholz“ im Nationalpark Bayerischer Wald. Den damals Verantwortlichen ist es zu verdanken, dass sie dem Auftrag „Natur Natur sein lassen“ nachgekommen sind und Windwürfe in den 1980er Jahren nicht aufgearbeitet haben. Heute kann der Nutzen von Totholz auf die Biodiversität untersucht werden. Eine hohe Artenvielfalt ist dann gewährleistet, wenn verschiedene Baumarten als Totholz im Wald verbleiben.