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100 Episoden
56 Minuten
Wenn Lisa Bögli als Clown Menschen mit Demenz besucht, zählt die Reduktion auf das Wesentliche und das aushalten können von Stille. Ein Gespräch über Humor, die eigene Vergänglichkeit und die Erkenntnis, dass die Momente, in denen scheinbar nichts passiert, manchmal die wichtigsten sind. Lisa Bögli möchte bei ihren Auftritten in Alters- und Pflegeheimen Emotionen auslösen, und Lachen steht dabei nicht unbedingt an erster Stelle. So knistert dann «Oh mein Papa» aus dem alten Koffer-Grammophon und weckt beim Publikum Erinnerungen an die 1950er-Jahre, als der Song von Lys Assia zum Hit wurde. Um die Magie des Augenblicks geht es auch in Lisa Böglis künstlerischer Arbeit mit Seifenblasen und Schaum. Stundenlang tüftelt die 33-Jährige in ihrem Atelier im Zürcher Oberland an der perfekten Schaum-Mischung für ihre Figuren, die dereinst in einem Bühnenstück auftreten sollen. _ (01:30) Seifenblasen-Kunst (07.59) Figuren aus Schaum (11:30) Als Clown bei Menschen mit Demenz (25:00) Lisas Lieblingslieder bei der Arbeit als Clown (38:38) Wie schaut Lisa aufs Alter? (40:11) Lisas Kindheit in Lotzwil/BE (46:38) Feuershows _ Webseite Lisa: lisaboegli.ch _ Serie «Reporter spezial - Auf Achse» mit Donat Hofer: srf.ch/play/tv/sendung/reporter?id=18477e06-560d-4305-85f0-fd397d43ad1c
58 Minuten
Inklusion statt Isolation. «Menschen mit Beeinträchtigung gehören in den Arbeitsmarkt, nicht ins Heim.» findet Jonas Staub, sozialer Unternehmer. Er kämpft seit 20 Jahren gegen Parallelwelten in der Schweizer Gesellschaft. Wie lässt sich Teilhabe im Alltag umsetzen? Staub ist ein «Störefried». Bereits als Kind biss sich die Lehrerschaft die Zähne aus, an dem Kind, das sich nicht anpassen wollte. Heute ist Selbstbestimmung und Inklusion seine Lebensaufgabe: Jonas Staub entwickelte sich vom Sozialarbeiter zum Sozial-Unternehmer: «80 Prozent der Institutionen braucht es nicht - die Menschen könnten im Arbeitsmarkt beschäftigt werden.». Der Berner hat Sportprojekte oder Restaurantbetriebe aufgebaut, in denen um Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen zusammenarbeiten eine Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen - erfolgreich. «Das System muss sich radikal ändern. Ohne Störung passiert das nicht». Wie er Schule und Arbeitsmarkt inklusiver gestalten will, erzählt er im «Focus»-Gespräch mit Kathrin Hönegger. _ Gesprächspartner:innen: - Jonas Staub, Blindspot - Inklusion und Vielfaltsförderung Schweiz _ Team: -Autorin: Kathrin Hönegger
57 Minuten
Über 41% der Arbeitnehmenden in der Schweiz fühlen sich psychisch erschöpft – so viele wie noch nie. In Focus wollen wir von Barbara Studer wissen, was unser Hirn braucht, damit wir leichter durch den Alltag kommen. Die 38-jährige Aargauerin ist auch persönlich auf das Thema Erschöpfung/Depression sensibilisiert. Ihr Vater litt an Depressionen und nahm sich das Leben. Aber auch die mentale Gesundheit der Jugendlichen liegt der 3-fachen Mutter sehr am Herzen. Barbara Studer erzählt in Focus, wie wichtig gerade bei Jugendlichen der Umgang mit Medien ist, dass die Demenzprävention bereits im Jugendalter beginnt, und wieso in Japan ausgedehnte Waldspaziergänge sogar ärztlich verschrieben werden. _ Diese Folge erschien zum ersten Mal am 20. November 2023.
56 Minuten
Er war ein durchschnittlicher MusicStar und gehört heute zu den Grössten im Schweizer Rock-Business. Sebastian Bürgin alias Baschi feiert dieses Jahrs sein 20jähriges Bühnenjubiläum. Ein kurvenreiche Karriere, durch die ihn sein Herz führt. Die einen lieben ihn, die andern halten ihn für einen Blender oder finden ihn einfach nur peinlich. Kalt lässt Baschi niemanden. Seine Karriere ist geprägt von Hochs und Tiefs, Exzessen an Partys und Verlusten im Freundes- und Familienkreis. Er wollte Fussballprofi werden und hat stattdessen den grössten Fussballhit der Schweiz gelandet. Mit nur 37 Jahren blickt er im Focus-Gespräch mit Stefan Büsser auf ein bewegtes Leben zurück und fragt sich, was seine Zukunft bringt. Denn wie die aussehen soll, wusste er nie, was seine Vergangenheit wohl so spannend macht. _ (02:06) Wie Baschi in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird (05:58) Baschis Kindheit und seine grossen Träume (17:00) Baschi erlebt grosse Verluste im Familien- und Freundeskreis (28:00) Dann kam MusicStar (37:37) Baschi und Alkohol (48:17) Dann kam Alana Netzer _ Diese Folge erschien zum ersten Mal am 11. September 2023.
58 Minuten
Mit zwölf Jahren begann sie Krafttraining - heute gilt Jacqueline «Jay» Fuchs als «stärkste Frau der Schweiz» und ist eine der besten Bodybuilderinnen der Welt. Doch der Weg in den Muskel-Olymp war hart. Als junge Frau wurde sie in der Szene anfänglich von den männlichen Kollegen verprügelt. Doch die Rolle der Aussenseiterin machte sie noch stärker: «Ich möchte keinen meiner harten Prozesse im Leben missen, denn heute weiss ich, wer ich bin.» Eine Lektion im Leben war schliesslich die Pandemie - statt im Rampenlicht der Muskelshows stand die Zürcherin mit den Koffern auf der Strasse. Wie sie mit der Hauptrolle in «Body Odyssee» den Sprung ins Kino geschafft hatund weshalb Muskeln als Fetisch gefeiert, aber auch zur Sucht werden können, das erzählt Jay Fuchs in «Focus». _ Moderation: Kathrin Hönegger. _ Diese Folge erschien zum ersten Mal am 12. Februar 2024.
54 Minuten
Man kennt Marc Sway als lebensfreudigen Musiker, der auf der Bühne viel Leichtigkeit verbreitet. In «Focus» zeigt sich der 44-Jährige auch von seiner melancholischen Seite und erzählt, warum sein Leben in den letzten Jahren intensiver geworden ist. «Wenn ich Musik mache, bin ich mit dem Himmel verbunden. Und genau darum liebe ich es auch so sehr, auf der Bühne zu stehen», erklärt Marc Sway. Im Gespräch mit Judith Wernli erzählt der zweifache Familienvater von seiner grossen Leidenschaft und seinem allerersten Konzert – aber auch, wie er den Verlust seines Bruders verarbeitet und weshalb er schon seit Kindheitstagen immer auf sein Bauchgefühl hört. _ (00:00) Intro (02:23) Leichtigkeit und Melancholie (04:46) DJ Bobo und der Fernseher (12:49) Erstes Schweizer Konzert, Label-Deal, Lou Pearlman (28:38) Die Reise geniessen und nach vorne schauen (40:36) Der Einfluss von Ehepartnerin Severina (45:22) Die heilende Kraft der Musik _ Moderation: Judith Wernli _ Diese Folge erschien zum ersten Mal am 8. Januar 2024.
59 Minuten
Lena Georgescu ist mehrfache Schweizermeisterin im Schach und studiert Informatik in Bern. Yves Bossart spricht mit ihr über den Boom und die Schattenseiten des königlichen Spiels und fragt, was der Mensch von Künstlicher Intelligenz lernen kann. Ihr rumänischer Vater zeigte ihr mit fünf Jahren, wie man Schach spielt. Seither ging die Karriere von Lena Georgescu steil bergauf. Heute ist die mehrfache Schweizermeisterin international unterwegs und fordert gerne auch ihre männlichen Kollegen heraus, die stark in der Überzahl sind. Yves Bossart spricht mit der Bernerin über ihre Wurzeln, über die Faszination des königlichen Brettspiels, aber auch über Sexismus und Betrug in der Szene. Und über die Zukunft von künstlicher Intelligenz. _ (00:00) Intro (07:30) Biografie (15:20) Faszination Schach (33:20) Frauen im Schach (43:20) Künstliche Intelligenz _ Moderation: Yves Bossart _ Hinweis: Diese Folge erschien zum ersten Mal am 27.11.2023.
59 Minuten
Claude Bachmann sieht aus wie Jesus mit Tattoos. Der Theologe und ehemalige Jugendarbeiter arbeitet seit Jahren als Festival-Seelsorger. Mit Yves Bossart spricht er über Gott, die Sorgen der Jugend, über Alaska und Musik. Claude Bachmann schwimmt gerne gegen den Strom. Ob als Theologiestudent mit langen Haaren und Tattoos oder als Seelsorger auf dem Greenfield Festival. Früher arbeitete der gebürtige Luzerner als Religionslehrer und Jugendarbeiter, heute doktoriert er in Chur. Bachmann reiste 2010 allein nach Alaska und pilgerte später von London bis nach Rom. Mit Yves Bossart spricht er über die Suche nach Gott und nach sich selbst, über Bruder Klaus als Vorbild und über die Leiden der jungen Generation. _ (01:00) Gegen den Strom (11:00) Festival-Seelsorge (15:00) Kirche und Glaube (30:00) Musik (36:00) Ausbrechen, Mut zum eigenen Weg _ Das Gespräch führte Yves Bossart.
60 Minuten
In einer Zeit, in der Geschlechterrollen verschwimmen, betritt Arsim Muslija die Bühne: Als Männercoach. Die Männlichkeit brauche wieder mehr Raum, sagt er und ruft dazu auf, wild und mutig zu sein.  Verletzlichkeit sieht er als Stärke, warnt jedoch davor, vor der Frau zu weinen. Das schade der Attraktivität. Arsim Muslija ist das jüngste von acht Kindern. Von seinen Geschwistern ist er der Einzige, der in der Schweiz zur Welt kam, nachdem die Familie aus dem Kosovo in den Kanton Aargau zog. Nach dem Tod seines Vaters geriet der studierte Ökonom in eine tiefe Sinnkrise, aus der er als Männercoach herausfand. Im «Focus»-Gespräch mit Beatrice Gmünder erläutert der 47-Jährige, was es heute bedeutet, ein Mann zu sein, und betont, dass er nicht alte Rollenbilder zementiert, sondern dem bewegten Mann Ruhe und Sicherheit geben möchte. _ Musikwünsche von Arsim Muslija: Man in the Mirror/ Michael Jackson Geiles Leben/ Glasperlenspiel Now we are free/ Soundtrack Gladiator _ Host: Beatrice Gmünder
55 Minuten
Vom Emmental zu Arsenal: Lia Wälti gilt als «Hirn» der Schweizer Frauen-Fussballnationalmannschaft, als beste Fussballerin der Schweiz. Aber auch als Mental Health-Vorbild, seit sie sich eine Auszeit vom Sport nahm. Lia Wälti wuchs in einer Welt auf, in der Männer den Sport beherrschten: «Ich hatte keine Vorbilder, wusste nicht, dass ich Fussballerin werden könnte». Heute spielt sie mit dem Weltclub Arsenal vor 60 000 Fans und ist Botschafterin für die Sichtbarkeit des Frauenfussballs. Weshalb sie der Schweiz mehr Euphorie wünscht, was der Männerfussball von den Frauen lernen kann und weshalb sie sich ihren grössten Wunsch erfüllt, indem sie ein Kinderbuch schreibt, erzählt die Emmentalerin im Gespräch mit Kathrin Hönegger. _  Gesprächsteilnehmer:innen: Lia Wält

i, Profifussballerin  _ Film/Serie:  Michael Jordan, The Last Dance _ Host: Kathrin Hönegger 
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