Das Interview. Mit Philip Banse Archiv
100 Episoden
1 Stunde 29 Minuten
Hans-Jürgen Arlt hat für die Otto-Brenner-Stiftung der IG Metall eine Studie über die BILD-Zeitung geschrieben. Wir sprechen mit ihm über Griechenland-Berichterstattung der BILD, BILD Geschäftsmodell und BILD als Anti-Journalismus. - Studie: "Wirtschaftsjournalismus in der Krise" (pdf) - Otto-Brenner-Stiftung - BildBlog über die Selbstkritik der BILD in Sachen Griechenland. - Hans Leyendecker in der Süddeutschen Zeitung über die BILD-Studie - Über die Probleme der Wissensarbeiter - mein Interview mit Ulrich Klotz
5 Stunden 59 Minuten
Michael Kreil hat die Vorratsdaten des Grünen-Politikers Malte Spitz visualisiert und zuletzt Crowdflow.net initiiert: Über 1000 Menschen haben dort die consolidated.db hoch geladen, jene Standortdaten von WLAN-Stationen und Mobilfunkmasten also, die iPhones ohne das jüngste Update sehr lange speichern. Michael erzählt, wie das Projekt begonnen hat, was man aus den Datenbergen heraus lesen kann und warum das Projekt trotz iOS-Update nicht tot ist. Er hat ein paar wirklich interessante Visualisierungen gemacht. Besonders lehrreich finde ich jene, die anzeigt, welche Standortdaten von WLAN-Stationen und Mobilfunkmasten sich das iPhone wann und wo während einer Fahrt mit der Berliner Ringbahn vom Apple-Server herunter lädt. Diese mag auf den ersten Blick nicht aussehen, wie ein Thema fürs Medienradio. Aber die Datenberge wachsen in den Himmel und werden immer mehr Informationen, Geschichten und Einsichten über unser Leben enthalten. Diese Schätze zu heben, wird allein mit traditionellen journalistischen Methoden nicht möglich sein. Wir brauchen gute Visualisierungen, Coder, die sie umsetzen und Journalisten, die sowohl die Programmierer, als auch die Daten verstehen. Deswegen habe ich mich entschlossen, nach dem Medienradio über Datenjournalismus hier noch mal einige Aspekte zu vertiefen. Ich hoffe, Ihr nehmt noch ein paar Sachen mit. Michael Kreil Homepage Malte Spitz Projekt bei Zeit Online Deutsche Welle Interview mit Michael Kreil Breitband faxt Bild (YouTube) Malte Spitz Homepage Lorenz Matzat Medienradio MR043 mit Lorenz Matzat Screenshot der Excel-Datei der Vorratsdaten von Malte Spitz IMSI (WP) IMEI (WP) Graph der Projektphasen Outsourcing des Telekom-Billings nach Israel: Artikel, Artikel, Artikel Crowdflow WPS (WP) Screenshots des SQL Lite der consolidated.db Wie das iPhone nach Mobilfunk-Masten und WLAN-Stationen sucht, Teil 1 (YouTube) Wie das iPhone nach Mobilfunk-Masten und WLAN-Stationen sucht, Teil 2 (YouTube) Tolle Visualisierung vom Nachlade-Prozess der consolidated.db Graph vom Kreis der gesehen Stationen iPhone Tracker Heatmap von Michaels consolidated.db Heatmap der consolidated.db von @gedankenstuecke Flickr-Feed von Michael Kreil Graph: Entfernung zweier iPhone-Besitzer iPhone-Heatmap von Deutschland (10 x consolidated.db) iPhone-Heatmap von Berlin Marktverteilung von 150.000 WLAN-Access Points in Berlin MyData in UK Torrent der Crowdflow-Datenbank mit rund 700 consolidated.db EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur Breitbandatlas des Wirtschaftsministeriums Zementierter unterirdischen Ameisenbau (YouTube) Spackeria Ctrl-Verlust @MichaelKreil
3 Stunden 5 Minuten
Leaking-Plattformen sind schon fast als neue Zahnräder in der Publikationsmaschine akzeptiert. Dennoch brauchen auch sie immer noch Menschen, die Geheimnisse und Missstände an die Öffentlichkeit bringen wollen. Diese Whistleblower gehen sehr hohe Risiken ein und sind in Deutschland kaum geschützt. Guido Strack ist Whistleblower und kann aus erster Hand erzählen, auf was sich Menschen gefasst machen müssen, wenn sie sehen, dass etwas schief läuft und sie das nicht hinnehmen wollen. Der Gründer und Vorsitzende des Whistleblower-Netzwerks gewährt tiefe Einblicke in sein Innenleben: Was treibt jemanden, Missstände anzuprangern? Welche Risiken geht man ein? Wie reagieren Vorgesetzte, Behörden und die Öffentlichkeit? Wie kann man die Kultur verändern, so dass Whistleblower nicht mehr als Nestbeschmutzer wahrgenommen und auch gesetzlich besser geschützt werden. Wir haben dieses Gespräch kurz nach dem 27C3 aufgenommen. Deswegen gehen wir auf einige Entwicklungen der jüngsten Zeit nicht ein. (Guido Strack denkt manchmal lange nach, bevor er antwortet. Ich habe diese Pausen drin gelassen.) Wikileaks Whistleblower (WP) Stracks Vortrag auf dem 27C3 27C3-Vortrag bei Youtube Whistleblower-Netzwerk e.V Whistleblower-Netzwerk Blog Dokzentrum AnsTageslicht Der Fall Heinisch bei AnsTageslicht.de Der Fall Steuerfahnder Schmenger OLAF (WP) Whistleblower-Blog: "Whistleblowing stürzt EU-Kommission" Gesetzesvorschlag des Whistleblower-Netzwerks Informationsfreiheitsgesetz (WP) PrivacyBox Eventueller Hinweis: Guido Strack wird am 25.05.2011 als Experte an einem Hearing des Haushaltskontrollausschusses des Europäischen Parlaments teilnehmen. Programm als pdf.
2 Stunden 5 Minuten
Datenjournalist Lorenz Matzat vom Medienkombinat Berlin schreibt für das Open Data Blog von Zeit Online und forscht an einem Journalismus, der - oft auch automatisiert - mit umfangreichen Daten arbeitet. Im Medienradio erklärt Lorenz, was er unter Datenjournalismus versteht und gibt zahlreiche Beispiele, wo journalistische Produkte schon heute automatisiert und rechnergesteuert aus Datenbergen erstellt werden. Er macht deutlich, was das Neue am Datenjournalismus, arbeitet die mittlerweile existieren Genres heraus (story telling, Visualisierung etc.) und gewährt einen Blick auf die "dunkle Seite des Datenjournalismus". Links MR030 Medienradio über Open Data Open Data Blog bei Zeit Online Datenjournalist.de Computer Assisted Reporting (WP) OpenDataCity Medienkombinat Berlin taz.de Guadian - The US Embassy Cables Guardian Data Blog Statsmonkey News at Seven Demand Media Major League Baseball App (Apple App Store) Statistische Auswertung von Fußballspielen "Hidden Feature in iOS4: Peilsender", Netzpolitik.org Feinstaub-Datenbank des Umweltbundesamtes Texas Tribune Malte Spitz Interaktive Karte auf Basis der Vorratsdaten von Malte Spitz bei ZEIT Online Michael Kreil Interaktive Karte der arabischen Revolutionen im Guardian Americas Army Global Conflicts: Palestine GapMinder Parteispenden-Visualisierung von Gregor Aisch Gregor Aisch Lohnsteuer-Berechnung von Spiegel Online OWNI OWNI-Artikel von Nicolas Kayser-Bril Farmsubsidy.org Mein dctp-Interview mit Manfred Redels von Greenpeace über das IFG merkwürdige Agrarsubventionen Adhocracy Informationsfreiheitsgesetz Grüne über "Informationsfreiheitsgesetz 2.0" Mein dctp-Interview mit Marcus Dapp über München und Opern Data Foodwatch.de OpenLeaks.org re-publica.de Digitale Gesellschaft Mein dctp-Interview mit Markus Beckedahl zur Digitalen Gesellschaft und Automatisierung von Netz-Kampagnen re-open Track auf der Re:publica South by Southwest Le Web Mein Posting über Re:publica und Speaker-Honorare YouTube-Video: Gunter Dueck auf Re:publica 2011 über "Internet als Betriebssystem" Obamas Townhall auf Facebook Delicious-Feed von Lorenz Matzat
1 Stunde 58 Minuten
Heute mit Martin Haase, Professor für Linguistik in Bamberg, und Co-Blogger bei Neusprech.org. Natürlich geht es um Gegenwart, Herkunft und Wirken von Neusprech. Vielleicht besser: Nebelsprech. Podcast "1337 Leet Kultur" Xenim.de Alternativlos 12 über Neusprech Neusprech.org Zeit Online / Kai Biermann George Orwell (WP) Hans-Peter Friedrich will nicht mehr von Vorratsdatenspeicherung sprechen Neusprech.org über Mindestspeicherdauer AK Vorrat Kritik an Kernkraft-Kritik im CR-Blog Lobby Control im Medienradio Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Neusprech.org über Studienbeiträge Merkel im ARD-Brennpunkt ("Tagesordnung übergehen" u.m.) Stephen Colbert auf dem The White House Correspondents Dinner PR-Site des Neuen Personalausweis Edward Bernays (WP) Nico Lumma Scholz and Friends Darth Vader im TomTom-Spot Apple Spot "If you don´t have an iPhone" Intelligence Squared über Cyberwar Neusprech.org über Cyberwar Viktor Klemperer (WP) "Die Sprache bringt es an den Tag" Video: Twitter, der Regierungssprecher und das Unbehagen der Hauptstadt-Journalisten Open Data (WP) Untersuchung: Was Zuschauer von der Tagesschau verstehen (SZ) NPR Planet Money This American Life: Bad Bank Das ARD radiofeature das ARD radiofeature. Bankraub: Der Fall Hypo Real Estate HR2 Der Tag Podcast "1337 Leet Kultur" Klabautercast über BVVLeaks Bundesradio.de Bundesradio Wahlstudio 2009 Optiker Maske Leo Laporte: Warum ich Live-Video mache Konstantin Neven DuMont (WP) Kerner-Spezial mit Guttenberg aus Afghanistan
1 Stunde 58 Minuten
Wir sind zurück. Hier war es eine Weile still geworden, aber das lag an Reisen und diversen Projekten, die angeschoben werden wollten. Jetzt geht es hier mit viel Schwung weiter. Am Donnerstag hatte YouTube in den Berliner Postbahnhof am Ostbahnhof gerufen. Wir sind auch mal hingefahren und haben uns im Foyer mit zwei YouTube-Managern und dem erfolgreichen YouTuber Christoph Krachten von Clixoom unterhalten: Jürgen Galler, Produktmanager Europa und Afrika und Asien YouTube Trends Will YouTube Fernsehen sein? Suche auf YouTube "Dieses Video ist in ihrem Land nicht verfügbar"-Nerv YouTube Rentals Wie verteilen sich die Klicks auf Uploader? YouTube auf dem Fernseher YouTube und Netzneutralität Andreas Briese, in Deutschland verantwortlich für die Partnerschaften YouTube Partnerprogramm Erlöse aus dem Partnerprogramm Bewusstseinswandel bei der Filmindustrie Hulu.com Channel4 auf YouTube Coldmirror HerrTutorial Die Außenseiter Coldmirror auf EinsFestival Empfohlene Videos Neue Video-Werbeformate YouTube TrueView Christoph Krachten Clixoom Gäste auf Clixoom Paralleluniversum YouTube Jugendkultur: Medienmachen YouTuber Treffen 90-9-1-Regel Wolfgang Renneberg bei Clixoom Neue Formatideen Medienkompetenz Christophs YouTube-Handbuch YouTube entwickelt sich zur Redaktion Life in a day Guggenheim auf Youtube
1 Stunde 48 Minuten
Nachdem wir uns hier in MR020 mit der Technik und den Codes von Webvideo befasst haben, geht es diesmal um die Kultur des Bewegtbilds im Netz. Der Journalist und Kameramann Markus Hündgen, alias videopunk, veranstaltet am 20.2. die Webvideotage in Essen und vergibt dort auch den Deutschen Webvideopreis. Markus führt mich durch die populären Youtube-Formate in Deutschland und den USA. Wir versuchen ein bisschen Ordnung in die Sache zu bekommen und dem Phänomen Webvideo auf die Schliche zu kommen. Urteilt selbst. (Meine dctp-Interviews sind in der Kategorie Talk für den Webvideopreis nominiert, was aber zum Zeitpunkt des Interviews keiner von uns wusste/ahnte. Wenn die Interviews Euch gefallen, könnt Ihr hier für den Publikumspreis stimmen.) Die Links: DerWesten Blinkenlichten Elektrischer Reporter ARD Mediathek ZDF Mediathek YouTube "Golden Voice" auf YouTube Fritz Lang / Metropolis Die Aussenseiter Lost Dreams Kika Coldmirror, "what the FAQ?!" Coldmirror auf EinsFestival BlogTV http://www.r73.net/ Blog der MoJane Rhein Zeitung Videos (Klick auf "Lokales") Video der MoJane Fifty People One Question 50 Menschen - eine Frage: Was war Ihr schönster Fußball-Moment? MorgenpostTV 3min MiWuLa TV - Miniatur Wunderland Videos Vimeo Herr Tutorial Sevenload Blip.tv Clipfish Rob Vegas "Die Snobs", Ulmen.tv auf 3min "Mein neuer Freund", Chr. Ulmen Revision3 Digg Nation Ehrensenf Digg.com David Pogue (Blog) David Pogue bei New York Times New York Times Videos Kobre Guide Mystery Guitar Man dctp-Interview mit MysteryGuitarMan YouTube Partner Programm YouTube Channel Webvideotage YouTube Content ID Google AdSense Machinima Vevo Justin Bieber Twit.tv TriCaster Engadget Video TechCrunch.tv Clixoom (Nicht mehr erwähnt)
1 Stunde 45 Minuten
Vor knapp einem Jahr ging "Frankfurt gestalten" online, eines der ambitioniertesten lokalen OpenData-Projekte Deutschlands: Anträge der Frankfurter Lokalparlamente werden automatisiert analysiert und auf einer Karte angezeigt. Gründer Christian Kreutz (Twitter, Blog) erklärt "Frankfurt gestalten", nennt weitere Datenquellen und berichtet über seine Erfahrungen mit Ämtern, die er um Daten bittet. Christian sagt, was für Feature geplant sind, dass er "Frankfurt gestalten" auf andere Städte auszudehnen will und erläutert, was es braucht, wenn andere das tun möchten. Natürlich reden wir über Open Data allgemein, gute Projekte im In- und Ausland sowie über die Potentiale von Social Media für Kommunen. Viel Spaß, wir freuen uns auf Eure Kommentare, Anmerkungen und Ideen. Links: Christians Blog "Crisscrossed" Christian Kreutz auf der transmediale 11 My Society Fix my Street Parlis Open Street Map Münchner Tag der Offenen Verwaltung, MOGDy Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RILSA) "Layar" App Frankfurter Nahverkehrsforum Initiative: "Bis der erste Fahrrradfahrer auf der Eschersheimer Landstraße stirbt!" Open Layers Frankfurt-Gestalten Themenmap "Offener Haushalt" The Urban Forest Map Lärmkarten-Projekt mit Smartphones erstellen Lärmkarten beim Umweltbundesamt "They work for you" Christian Kreutz zu Maptivism Ushahidi Offenes Anliegen-Management für Kommunen "Frankfurt gestalten"-Scripts auf GitHub Everyblock fwix.vom Mein Interview mit fwix-Chef Darian Shirazi bei dctp.tv Next Hamburg Twitter-Account der Stadt Frankfurt/Main Twitter-Account der Verkehrsgemeinschaft Frankfurt Stadtwiki Karlsruhe Open Data Network
1 Stunde 55 Minuten
Stefan Niggemeiers Hund (Bam Bam) war da und hatte sein Herrchen mitgebracht (stefan-niggemeier.de, BILDblog.de, FAZ Fernseh-Blog. Die beiden haben sich im Internet kennen gelernt und sind ein tolles Paar. Überhaupt geht es viel um Beziehungen. Stefans Verhältnis zu Konstantin Neven DuMont etwa, den er als Autor zahlreicher Kommentare in seinem Blog benannt und damit für einen Sturm der Kritik gesorgt hat. KND schreibt noch immer Mails, sucht Kontakt, aber Stefan will nicht mehr. "Ich habe sein Vertrauen missbraucht", sagt Stefan Niggemeier. Er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, "aber er hat mich angelogen und es gab ein öffentliches Interesse an der Veröffentlichung." Und weiter: "Es gibt kein Recht auf Anonymität." Die deutsche Blogosphäre stagniere, sagt Stefan, da hätte er sich mehr erwartet. Es fehlten immer große Blogs, die eine umfassende und unterhaltsame Berichterstattung wie etwa der Bundespolitik bieten. Carta sei ein gutes Projekt, aber ein politisches Blog dürfe auch Spaß machen. Sprengsatz sei ein guter Ansatz, aber es müsste doch möglich sein, eine intelligente, unterhaltsame Alternative zu Spiegel Online zu schaffen. Weitere Themen: - Jugendschutzmedienstaatsvertrag - Der Streit um aktuellen Spiegel-Titel zu den Datensammlern und warum man den Zeitungen die Trennung zwischen Redaktion und Verlag nicht mehr abnimmt. - http://www.politico.com/ - http://klatschkritik.blog.de/ - Webferne Journalistenschüler - Flattr - Oslog und Duslog - Werbung in Blogs - Journalisten, PR und Netzwerk Recherche - Niggemeier und das Pro7-SAT1-Magazin - Niggemeier und seine Texte für den Bambi - Datenjournalismus - Jens Schröder - Local Blogs: "Ich lese keinen Berliner Lokalteil." - http://www.medienpiraten.tv/blog/?p=2023 - http://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/ - http://www.prenzlberger-stimme.de/ - http://www.3min.de/ - Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Gute Idee, mies umgesetzt. In Bayern wird die Bindung zwischen Politik und Bayrischem Rundfunk noch enger. - Gute Fernseh-Zeitschriften - Twitter-Lagerfeuer - Niggi mag das iPad nicht - Niggi wird mit Twitter nicht warm und hat seinen Doppelgänger "StefanNiggemeier" sperren lassen. - Niggemeiers Vision: Eine kluge, geerdete Alternative zu Spiegel Online. Da würde er gern mitmachen - Inspiration http://gawker.com/ - Inspiration http://www.thedailybeast.com/cheat-sheet/
2 Stunden 30 Minuten
Helga Krüger vom Berliner Hoster http.net und Carsten Schiefner sitzen im Vorstand der Denic. Wäre ein Ersuchen bei der Denic eingegangen, Wikileaks-Domains zu sperren, hätte sie geantwortet: "Wir kümmern uns nicht um Inhalte", sagte Denic-Vorstandsmitglied Carsten Schiefner. Helga führt an, dass DDos-Attacken dazu führen können, dass Verträge gekündigt werden können. Sie beschreibt den Umgang von http.net mit problematischen Inhalten am Beispiel eines Pädophilen-Forums. Themen sind: - Arbeit und Sinn der Denic - DNSsec - Probleme der Domain-Registrierung unter falschem Namen - Wikileaks und DNS (Denic wäre Bitte um DNS-Abschaltung nicht nachgekommen) - Umgang eines Providers mit strittigen Inhalten (Pädophilen-Forum) - Stand von IPv6. ("IPv6-Verkehr 2010 in Berlin +400%, macht in Berlin unter 10% des Traffics aus.") - Manöverkritik der Versteigerung zwei- und einstelliger de-Domains - Vorratsdatenspeicherung - Genauer Ablauf von und Erfahrungen eines Providers mit Anfragen von Ermittlungsbehörden ("In sechs Jahren eine Anfrage zur Emailüberwachung." / LKA verlangt Überwachung einer Mail-Adresse, die nicht existiert.) - Registrierung von de-Domains unter falschem Namen für Verbreitung illegaler Inhalte - "Cyberwar"-Diskussion aus Sicht der Denic und eines Providers - Lehren aus der Kaperung von Google.de UPDATE: In den Kommentaren wurde auf ein internes DENIC-Papier zur Vergabe der zweistelligen Domains hingewiesen, das bei WikiLeaks gelandet war. Hier ist das pdf: "Zusammenfassung der Ergebnisse der Einführungsphase und des RollOuts der neuen Domains"
1 Stunde 27 Minuten
Der Spiegel denkt über eine eigene Leak-Plattform nach. "Was Wikileaks heute anbietet, wird in 10 Jahren jedes Medium bieten", sagt der Wikileaks-Koordinator des Spiegel, Holger Stark, in dieser Ausgabe des Medienradio. Der Ressortleiter Deutschland beim Spiegel sagte, die Debatte über eine eigene Annahmestelle für Geheim-Informationen im Netz laufe "seit wir uns mit Wikileaks beschäftigen und hat sich in diesem Jahr noch mal verstärkt". Die Entscheidung über eine Teilnahme des Spiegel an openleaks.org sei "noch nicht getroffen", sagt Stark. Für den Spiegel sei es schwer, technische Infrastruktur aus der Hand zu geben. Holger Stark, dessen Buch "Staatsfeind Wikileaks" Ende Januar veröffentlicht wird, berichtet detailliert über die Zusammenarbeit des Spiegel und anderer Medien mit Wikileaks. Spiegel, Guardian, New York Times und Co. hätten etwa verabredet, dass bestimmte Themen erst nach einigen Tagen veröffentlicht werden. Auch wurde ein ungefährer Umfang der Berichterstattung festgelegt. Holger Stark wundert sich beispielsweise, als er hört, dass der Guardian in den ersten 18 Tagen 135 Artikel schrieb, der Spiegel nur 29. Stark sagte, er könne sich vorstellen, dass die Botschafts-Depeschen "schon recht bald der Weltöffentlichkeit gehören". Der Spiegel habe keinen Exklusiv-Vertrag mit Wikileaks und in keiner Form Geld bezahlt. Jeder könne sich um das Material bemühen. Wer die Depeschen bekomme, entscheide alleine Wikileaks. Sicher auch eine Reaktion auf eine Beschwerde, die beim Deutschen Presserat einging. Es gebe keinen festen Kriterien-Katalog, nach dem Depeschen geschwärzt werden, sagt Stark. Es gelte vor allem Informanten zu schützen - je weiter unten sie auf der staatlichen Hierarchie-Leiter stehen, desto eher würde ihr Name geschwärzt. Stark nennt aber auch Beispiele, in denen Bezeichnungen von Infrastrukturen aus den Depeschen gestrichen wurden. Jedes beteiligte Medium reiche Depeschen an Wikileaks weiter verbunden mit Vorschlägen, welche Informationen nicht veröffentlicht werden sollten. Manchmal sprächen sich die Medien vorher auch ab. Ob und welche Anregungen Wikileaks umsetzt, sei Wikileaks überlassen. Holger Stark berichtet über Gespräche mit dem State Department kurz vor der Veröffentlichung der Depeschen-Stories im Spiegel. Wir haben auch über die Online-Strategien geredet. Spiegel Online verlinkt die Original-Depeschen nur sehr sparsam. Das geschehe, um die Übersichtlichkeit zu verbessern, sagt Stark, "hat vielleicht auch etwas mit Arbeitsaufwand zu tun". Einem Rohdaten-Download wie beim Guardian steht Stark skeptisch gegenüber, das sei "im wesentlichen Aufgabe von Wikileaks". Wikileaks stehe vor der großen Herausforderung, seine Struktur zu ändern. Nötig sei die Transformation von "einer Art Bürgerinitiative" zu einem "Amnesty für Information". 2010 - das Jahr der Wikileaks. Gegen Ende sprechen wir über die Lehren für Politik und Journalismus. Medien würden ihre Gatekeeper-Funktion im Wikileaks-Zeitalter behalten, glaubt Stark, müssten aber massiv aufrüsten, um Datenberge schneller und transparenter abarbeiten zu können. Lehren für die Politik: Für das wirklich Wichtige gelte wieder: Papier only. Prognose für 2011: "Mal angenommen, Wikileaks hätte ein Backup eines Servers der Bank of America..." Ein paar Links: Operation Leakspin.org Wikileaks cables beim Guardian Wikileaks-Seite des Spiegel Frank Rieger: "Wikileaks und Folgen", FAZ
1 Stunde 9 Minuten
Ich war in Koblenz bei der Rhein-Zeitung, die ja eine Menge herum probiert, wie soziale Medien den Lokaljournalismus bereichern können - nicht ohne Erfolg. Zunächst ein Gespräch mit Christian Lindner, dem twitternden Chefredakteur, anschließend Redaktionsrundgang (inkl. TV-Studio) und Interview mit Lars Wienand, dem fest angestellten Vollzeit-Twitter-Redakteur @rheinzeitung. Viel Spaß.
1 Stunde 5 Minuten
Christian Stöcker ist stellvertretender Leiter des Ressorts Netzwelt bei Spiegel Online. Er war heute geladen zum "Dialog Internet" bei Familien-Ministerin Kristina Köhler. Wir haben uns unterhalten über den seit Monaten versuchten Dialog des Staates mit Protagonisten des neuen Politkfeldes Netzpolitik. Ist der Austauch ernst gemeint oder nur PR? Muss wirklich alles live übertragen werden? Gegen Ende berichtet Christian aus dem Reaktions-Alltag bei Spiegel Online: Welche Werkzeuge nutzt er? Welche Blogs liest er? Wie das bei Spon mit externen Links, Flash und Flattr. Leider musste Christian den Zug nach Hamburg noch bekommen, wir hätten noch ein Weilchen weiter reden können. Viel Spaß, wir freuen uns auf Kommentare.
1 Stunde 33 Minuten
Julius van de Laar ist Kampagnen-Berater und war eine zeitlang deutscher Vertreter des Polit-Netzwerks Avaaz.org. Yves Venedey arbeitet für das deutsche Pendant campact.de. Wir reden über das Wesen von Online-Aktivismus. Wie lassen sich Menschen mit Netzwerkzeugen aktivieren, mobilisieren, motivieren? Nach welchen Kriterien werden suchen Aktivisten-Netzerwerke ihre Kampagnen aus? Julius hat bei der Obama-Kampgane mitgemischt, berichtet über seine Erkenntnisse und skizziert, warum es bei deutsche Parteien noch nicht rund läuft im Netz. Er gewährt auch Einblicke in die hohe Kunst der Aktivisten-Mail: Welcher Betreff? Wo sitzt der Link? Wo der Spendenknopf? Spenden-Aufrufe werden individuell generiert - gespeist aus satt gefüllten Datenbanken, gewürzt mit viel Statistik.
2 Stunden 20 Minuten
Der große Flattr-Hype ist abgeflacht, der schwedische Social-Payment-Dienst ist für viele Alltag geworden. Das Flattr-Team arbeitet an interessanten neuen Features, Gründer Peter Sunde hat sich zurück gezogen und erste wissenschaftliche Arbeiten widmen sich dem vor allem in Deutschland beliebten Bezahldienst. Alles Gründe, mal eine Bestandsaufnahme zu machen. Mit dabei: Podcaster Tim Pritlove, dem monatlich 1000 Euro aufs Konto flattern; aus Leipzig angereist Leander Wattig, Berater, Blogger mit besonderen Einsichten ins Thema "Flattr und Buchmarkt" sowie Thomas Haseloff, der an der TU Ilmenau seine Diplomarbeit über Flattr schreibt. Thomas präsentiert interessante Ergebnisse einer Online-Umfrage, Leander skizziert das Potential von Flattr auf dem Büchermarkt und Tim berichtet über seine Praxis-Erfahrungen. Weitere Themen: Flattr-Populismus, Umverteilungsmechanik, wann steigt Facebook ein?, Kachingle, Flattr-API. Wie nutzt Ihr Flattr? Klickt Ihr eher auf den Global-Button für ganze Projekte oder flattert Ihr lieber einzelne Posts? Wollt Ihr Euer Flattr-Budget aufstocken? Warum nutzt Ihr kein Flattr? Freuen uns auf Kommentare und Anmerkungen.