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Deutsche Börse Sentiment-Analyse Archiv

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Viel Bewegung, wenig Gewinn - so sah die DAX-Woche seit vergangenen Mittwoch aus. Etliche Profis sind short gegangen. Sie haben nach der Vermutung von Joachim Goldberg das Zwischenhoch im Verlauf genutzt, Gewinne aus den Long-Engagements mitzunehmen und auf die andere Seite zu wechseln. Der Sentiment-Index fällt auf +14 Punkte. Der der Privaten steigt dagegen leicht auf +19 Punkte, allerdings wegen geschlossenen Short-Engagements. 

In Summe denkt der Verhaltensökonom, dass die neuen Bären die Indexerholung gebremst haben dürften und vielen auf der Bullenseite die Gewinne im Verlauf nicht groß genug waren. Er vermutet den Einstand bei 19.500 DAX-Punkten. Dort sieht er auch die nächste Bremse. An der Unterseite sei jetzt mehr potentielle Nachfrage, die bei 18.850/900 stützen könnte. Das Bild sei nicht mehr ganz so schief wie vor einer Woche.

Über den Sentiment-Index

Jeden Mittwoch erhebt die Börse Frankfurt am Vormittag die Marktstimmung von etwa 1.200 deutschen Investoren. Der bekannte Verhaltensökonom Joachim Goldberg interpretiert die Ergebnisse. Die Analyse können Sie auf boerse-frankfurt.de/sentiment nachlesen.

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Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Ein Klick und fertig. Dafür erhalten Sie die Ergebnisse der Analyse sofort per E-Mail zugesandt. Möchten Sie teilnehmen? Dann schreiben Sie einfach eine E-Mail an sentiment@deutsche-boerse.com
4 Minuten
Auf die starken Bewegungen innerhalb einer Handelsspanne von 2,6 Prozent seit vergangenen Mittwoch haben hiesige Investorinnen und Investoren sehr unterschiedlich reagiert. 12 Prozent der Bären haben ihre Short-Positionen geschlossen und sind fast ausschließlich an die Seitenlinie gewechselt. Anders die privaten Anlegerinnen und Anleger, von denen 8 Prozent aus DAX-Aktien raus und mehrheitlich in Short-Engagements rein gegangen sind. Die Sentiment-Indizes fallen mit +25 und +16 Punkten wieder auseinander. 

Bei den Profis sieht Joachim Goldberg Gewinnmitnahmen als zentrales Motiv. Relativ betrachtet wertet er den Optimismus als hoch, aber nicht abgehoben. Dennoch sei die Ausgangslage jetzt ungemütlicher. Der Verhaltensökonom rechnet nun ab 19.500 Punkten mit Verkäufen der Bullen. Und nach unten wäre die Unterstützung löchriger.

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Es sind vor allen Dingen die institutionellen Investoren, die sich in unserer jüngsten Stimmungsumfrage so optimistisch wie zuletzt vor knapp einem Jahr zeigten. Und ja, auch die Privatanleger sind wieder bullisher geworden. Allerdings vermutet Joachim Goldberg hinter dem jüngsten Optimismus der institutionellen Investoren keinen nachhaltigen Glauben an einen Aufwärtstrend des DAX. Vielmehr nimmt der Verhaltensökonom an, dass die jüngsten Käufer an der in der vergangenen Woche eingesetzten Seitwärtsentwicklung des DAX weiter erfolgreich teilhaben wollen. Dies allerdings birgt ein nicht unerhebliches Risiko. 

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Als Reaktion auf Donald Trumps Wahl zum 47. Präsidenten der USA hätte man durchaus etwas Bewegung bei den von uns befragten Investoren erwarten können. Während sich das Sentiment bei den institutionellen Investoren leicht verschlechtert hat, zeigen sich die Privatanleger in ihrer Stimmung nahezu unverändert. Allerdings ist bei ihnen – bei einem insgesamt leichten Optimismus – eine sich erneut verstärkende Polarisierung zwischen Bullen und Bären zu erkennen, während die Gruppe der neutral eingestellten Investoren in diesem Panel auf den niedrigsten Stand seit April 2020 sinkt. Am Ende erwartet Joachim Goldberg, dass die nächste größere Trendentwicklung des DAX nicht von heimischen, sondern vor allem durch ausländische Investoren ausgelöst werden wird.

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Schmale Handelsspanne, kleines Minus, starke Reaktion  – zumindest der Profis. 11 Prozent haben ihre Short-Positionen geschlossen. Davon sind 7 Prozent zu den Bullen, der Rest an die Seitenlinie. Der Sentiment-Index steigt auf +3 Punkte. Nach Ansicht von Joachim Goldberg ist das aber als neutral zu werden. Private Anleger bewegen sich kaum und verharren unterm Strich bei +27 Punkten.

Der Verhaltensökonom vermutet, dass die institutionellen Investoren von ihrer über Wochen erfolgreichen Strategie billig zu kaufen und teuer zu verkaufen und zurück “wohl nicht ganz freiwillig” Abstand genommen haben. Das reduziert die potentielle Stütze nach unten, die Goldberg immer noch bei circa 19.000 Punkten vermutet. Aber nur leicht, denn die ex-Bären an der Seitenlinie könnten wieder zugreifen. 

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Auch wenn sich deutsche Aktien, gemessen am DAX, seit vergangenem Mittwoch wieder deutlich erholt haben, ziehen die von uns befragten Anlegerinnen und Anleger nicht mit. Von den Profis sind 18 Prozent auf die Short-Seite gewechselt, 8 Prozent waren zuvor long, 10 Prozent an der Seitenlinie. Gewinnmitnahmen vermutet Joachim Goldberg hinter den Aktienverkäufen. Die Privaten sind sich uneins, 4 Prozent gehen zu den Bullen und 4 Prozent zu den Bären. Die Sentiment-Indizes liegen mit -12 und +17 Punkten ziemlich weit auseinander. 

Der Verhaltensökonom wertet den professionellen Pessimismus nicht als “sonderlich ausgeprägt”. Er rechnet mit Eindeckungen ab 19.050/100 Punkten, nach unten zumindest temporär eine Stütze. Goldberg sieht allerdings die Gefahr, dass die Hin- und Herwechsler wegen ihres Erfolgs leichtsinnig würden. Stichwort Overconfidence.

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Die deutlichen Kursbewegungen seit vergangenen Mittwoch, von denen unterm Strich nur knapp 1 Prozent übrig geblieben ist, haben viele aktiv genutzt. 21 Prozent der Profis und 9 Prozent der Privaten sind aus ihren Short-Engagements raus, mit Gewinn, wie Joachim Goldberg vermutet. 10 bzw. 6 Prozent haben sich direkt auf der Long-Seite positioniert. Die Sentment-Indizes liegen mit +14 und +27 Punkten deutlich im optimistischen Bereich.

Der Verhaltensökonom weist darauf hin, dass das geringe Kursplus ausgebliebene langfristige Kapitalzuflüsse anzeige. Unterm Strich betrachtet er den Optimismus noch nicht als gefährlich, nur etwas belastend. An der Oberseite wäre bereits ab 19.480/19.530 mit Gewinnmitnahmen zu rechnen. An der Unterseite sei viel potentielle Nachfrage “verbraucht”. Unterhalb von 18.700 Punkten könnte es kritisch werden.

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Von den Kursgewinnen deutscher Bluechips seit vergangenem Mittwoch ist nicht viel übrig geblieben. Und für das bisschen sieht Joachim Goldberg vor allem ausländische Investorinnen und Investoren ursächlich. Von den hiesigen Profis haben 9 Prozent Aktien verkauft und 7 Prozent sind direkt Short gegangen. Der Sentiment-Index fällt auf -17 Punkte. Gewinnmitnahmen vermutet der Verhaltensökonom. Auch die Stimmung der Privaten hat sich verschlechtert, allerdings weniger stark. Allerdings sind vor allem Anlegerinnen und Anleger von der Seitenlinie auf die Short-Seite gewechselt. 

Unterm Strich erwartet der Verhaltensökonom, dass die abgewanderten optimistischen Profis ”das Erfolgserlebnis ihrer grundsätzlich eher bullishen Strategie noch einmal wiederholen möchten". Unterstützungskäufe sieht er ab 18.850/900 Punkten. “Sentiment-technisch bewegt sich der DAX also weiterhin in günstigem Fahrwasser.”

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Zinssenkungen versus schlechtere Konjunkturdaten hoben den DAX gut 1 Prozent nach oben. Die Profis reagierten nicht mit Gewinnmitnahmen, Joachim Goldberg vermutet wegen zu geringer Buchgewinne. Die 4 Prozent, die Aktien gekauft haben, kamen von der Seitenlinie, ab 19.000 nach Ansicht des Verhaltensökonoms. Der Sentiment-Index dieser Gruppe steigt auf -1 Punkt. Bei den Privaten sind 2 Prozent von den Bären zu den Bullen gewechselt. Deren Sentiment-Index hebt sich mit +23 Punkten deutlich von dem der Profis ab.

Goldberg weist auf die starke Polarisierung zwischen Profi-Bullen und -Bären mit jeweils einem Anteil von mehr als 40 Prozent der Befragten. Die Pessimisten sieht er unter Wasser, bei den Optimisten rechnet er ab 19.200/250 DAX-Punkten mit Gewinnmitnahmen als Bremse. Unterm Strich sei die Situation weiter Sentiment-technisch günstig. Die Bären dürften nach unten versuchen, ab 18.600/650 aus ihren Schieflagen herauszukommen. 

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Im Vorfeld des am heutigen Mittwoch anstehenden Zinsentscheids haben die von uns befragten, mittelfristig orientierten Anlegern mit wachsendem Optimismus reagiert. 7 Prozent der Profis und 9 Prozent der Privaten sind in Aktien eingestiegen, Die Mehrheit der Profis kam von der Seitenlinie, die Mehrheit der Privaten von der Short-Seite. Joachim Goldberg weist darauf hin, dass die Erwartungen an das Ausmaß der US-Zinssenkungen ohne harten Fakten deutlich gestiegen sei. Vermutlich aus der Furcht heraus, etwas zu verpassen.

Der Verhaltensökonom sieht auch internationale Fondsmanager hinter den Preissteigerungen, glaubt unterm Strich, dass der Optimismus noch keine Belastung für den Markt sein sollte. An der Oberseite dürften aber ab 19.000 Punkten Gewinnmitnahmen weiteren Kurszulagen im Weg stehen.

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Die erneute Kursdelle von 4 Prozent im Verlauf könnte einigen Anlegerinnen und Anlegern zupass gekommen sein. 5 Prozent der Profis haben ihre Short-Engagements geschlossen, 2 Prozent sind direkt auf die Bullenseite gewechselt. Mit Gewinn, glaubt Joachim Goldberg. Der Sentimentindex steigt auf -4 Punkte. Bei den Privaten hat sich wenig getan, deren Stimmung hat sich leicht verbessert auf +2 Punkte.

Der Verhaltensökonom vermutet weniger fundamentale Erwägungen dahinter, sondern eher die Chance, sich von Positionen unter Wasser verlustfrei trennen zu können. Das verschlechtere unterm Strich die verhaltenstechnische Lage für deutsche Bluechips. Unterm Strich bewertet Goldberg die Stimmung als neutral. Ab 18.000 erwartet er nach unten Käufe und an der Oberseite ab 18.700/750 Gewinnmitnahmen. Allerdings seien diese Positionen nicht groß genug, um den Markt zu bestimmen. 

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Vom Allzeithoch sind deutsche Aktien wieder um einiges entfernt, die mittelfristig orientierten Profis haben sich unterdess stärker positioniert. 7 Prozent sind von der Seitenlinie zu fast gleichen Teilen zu den Bullen und zu den Bären gewechselt. Die einen wollen auf einen anhaltenden Aufwärtstrend setzen, die anderen auf eine Korrektur, vermutet Joachim Goldberg. Der Sentiment-Index dieser Gruppe liegt fast unverändert bei -11 Punkten. Von den Privaten sind einige von der Long- direkt auf die Short-Seite gewechselt. Der Sentiment-Index dieser Gruppe fällt auf +4 Punkte.

Der Verhaltensökonom weist darauf hin, dass die Bären in der Mehrheit sind und für das kommende Marktgeschehen den Ton angeben dürften. Der größte Teil warte auf einen Rücksetzer bis 18.360/410. An der Oberseite ist wenig Gegenwehr zu erwarten – “zumindest hat sich die Sentiment-technische Situation nicht verschlechtert”. 

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Deutsche Aktien haben die Kursdelle von Anfang August wieder vollständig wettgemacht. Nach Joachim Goldbergs Vermutung reut es einige mittelfristig Orientierte zu früh ausgestiegen zu sein. Vergangene Woche waren 17 Prozent der Profis an die Seitenlinie gewechselt. Nun sind 7 Prozent wieder auf die Short-Seite, die psychologisch leichtere Position glaubt der Verhaltensökonom. 3 Prozent long gegangen. Die Stimmung fällt auf -6 Punkte. Die der privaten Anleger hat sich dagegen gebessert. 4 Prozent haben Short-Engagements geschlossen, wohl zwangsweise, die Stimmung steht bei +17 Punkten ziemlich weit oben. 

Goldberg erwartet nach unten ab 17.900/17.950 Punkten Nachfrage derjenigen, die den Aufwärtstrend verpasst haben. An der Oberseite sieht er wenig Widerstand der heimischen Investorinnen und Investoren. “Unter dem Strich bleibt daher die Sentiment-technische Situation für den DAX günstig.”

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Während die massiven Kursverluste der vergangenen Woche zu einem großen Teil wieder eingeholt worden sind, haben viele mittelfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger, die den günstigen Einstieg genutzt haben, Gewinne mitkommen.16 bzw. 7 Prozent haben Aktien verkauft. Wobei die Profis fast alle an die Seitenlinie gezogen sind, wie Joachim Goldberg betont. Zumindest einige der Privaten haben sich auf die Short-Seite gewagt. Die beiden Sentiment-Indizes stehen mit -2 und +13 Punkten jetzt ziemlich weit auseinander.

Für den Verhaltensökonom ist dies ein Zeichen, dass zumindest die Institutionellen die anfängliche August-Schwäche als überstanden betrachten. Das verbessert die Marktlage für Optimisten, denn viel Verkaufspotential an der Oberseite ist fort. Allerdings hält Goldberg das Momentum für zu gering. Nach unten sieht er ab 17.300/350 Untersützungskäufe.

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